<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:g-custom="http://base.google.com/cns/1.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" version="2.0">
  <channel>
    <title>d2b78a3f84064806ada1d309812450ab</title>
    <link>https://www.christophe-witz.de</link>
    <description />
    <atom:link href="https://www.christophe-witz.de/feed/rss2" type="application/rss+xml" rel="self" />
    <item>
      <title>Was ist EAP (Employee Assistance Program)?</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/was-ist-eap-employee-assistance-program</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Was bedeutet EAP (Employee Assistance Program)?
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich bin seit 5 Jahren für Lyra Health als freiberuflicher Coach tätig. Da die Buchstabenfolge EAP nicht jedem etwas sagt und ich den Begriff schon manchmal erklären musste, dachte ich dass ich dazu etwas schreiben könnte, um dann künftig auf meinen Blogbeitrag verweisen zu können.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          EAP steht für Employee Assistance Program und bedeutet Externe Mitarbeiterberatung im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Der Anbieter, in meinem Fall die Firma Lyra Health, stellt bei Vertragsabschluss eine Telefon Hotline zur Verfügung, die rund um die Uhr besetzt ist und an die sich die Mitarbeiter der Kundenfirma wenden können, um Hilfe und Beratung zu beruflichen oder privaten Themen zu erhalten. Je nach Vertrag umfasst das Angebot auch direkte Familienangehörige (Kinder und Partner). Alle Berater am Telefon verfügen über einen psychologischen Hintergrund und sind in Beratung und Coaching entsprechend ausgebildet. Bei Themen, die den Rahmen eines telefonischen Coachings übersteigen, gibt es die Möglichkeit, über Lyra Health eine Fachkraft (Psychologe, Coach, Facharzt) in Wohnortnähe zu aktivieren, die je nach Vertrag mehrere Sitzungen anbietet, die der Mitarbeiter für sich nutzen kann. Das Ganze geht vergleichsweise schnell, meist innerhalb von 14 Tagen. Die Anzahl der Sitzungen ist aber begrenzt, so dass keine Therapie ersetzt werden kann (oder soll), sondern häufig dient es der Überbrückung der Wartezeit auf einen Therapieplatz. Die Wartezeit auf ambulante Therapieplätze ist ja bekanntlich recht hoch, im Schnitt sind es derzeit 6 bis 9 Monate. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wichtig wäre noch, den Datenschutz zu erwähnen, das ganze läuft anonym, nur über eine Fallnummer, und der Arbeitgeber bekommt keine inhaltlichen Infos zu den Coachingsitzungen (Statistiken über die Nutzung der Hotline werden aber zur Verfügung gestellt).
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich habe mal meine Aufzeichnung durchgesehen und eine kleine Statistik erstellt, um die Themen, die im Rahmen von EAP auftreten, abzubilden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Etwa 40% der Themen haben mit familiären Problemen zu tun, darunter fallen Eheprobleme, Trennung/ Scheidung, Todesfälle in der Familie, oder auch Eltern die aufgrund ihres Alters Pflege benötigen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bei rund 30% der Themen geht es um psychische Belastungen wie Depression, Burn-out, Ängste, Zwänge und so weiter, dabei geht es häufig um Unterstützung beim Finden eines Therapie- oder Klinikplatzes und die Überbrückung der Wartezeit.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ungefähr 20% der Themen haben mit hoher Arbeitsbelastung und Stress am Arbeitsplatz zu tun, darunter fallen auch Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten sowie Probleme die durch betriebliche Umstrukturierung entstehen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die restlichen 10% sind Berufseinsteiger, meist junge Leute, die ihr erstes eigenes Geld verdienen, erste eigene Wohnung, die ein wenig Unterstützung und Orientierung beim Einfinden in die neue Lebenssituation benötigen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich hoffe, dieser kleine Überblick war für Sie, lieber Leser, interessant und lehrreich. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich bin froh dies nun schriftlich festgehalten zu haben und werde künftig auf diesen Text verweisen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Christophe Witz, 7. November 2025
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/114079.jpeg" length="172461" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 07 Nov 2025 11:07:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/was-ist-eap-employee-assistance-program</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/114079.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/114079.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die Ursprünge des Digitalen</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/die-urspruenge-des-digitalen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Konrad Zuse vor der Z 4 Rechenmaschine
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/s/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/dms3rep/multi/396836_orig.jpg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe steht der
         &#xD;
  &lt;a href="https://zkm.de/de/werk/zuse-z22" target="_blank"&gt;&#xD;
    
          Z-22
         &#xD;
  &lt;/a&gt;&#xD;
  
         , der älteste noch funktionsfähige Röhrenrechner der Welt. Erbaut wurde er von Konrad Zuse, einem deutschen Ingenieur, der bereits 1941 das Vorgängermodell Z-1entwickelte. Diese Universal-Rechenmaschine, die Z1, gilt als erster Computer der Welt. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Geschichte der Erfindung des ersten Computers, und wie die Z1 während des Zweiten Weltkriegs durch Bomben zerstört wurde, erzählt Friedrich Christian Delius in seinem Roman
          &#xD;
    &lt;a href="https://amzn.eu/d/1WFre59" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Die Frau, für die Ich den Computer erfand“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          . Lesetipp!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Leider setzte sich der Computer von Zuse nicht auf dem Markt durch. Das lag zum Einen an der Fantasielosigkeit des Deutschen Patentamts, zum Anderen aber daran, dass zeitgleich (in den 1940er Jahren) und unabhängig von Zuse in Amerika ein programmierbarer Universalrechner gebaut wurde, welcher später (und zwar 40 Jahre später) von IBM als erster Personal Computer auf den Markt gebracht wurde und dort sehr erfolgreich war.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Geschichte der Entstehung des Amerikanischen Computers wird im Band „Turings Kathedrale: Die Ursprünge des digitalen Zeitalters“ von George Dyson beschrieben. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diese Geschichte spielt am
          &#xD;
    &lt;a href="https://www.ias.edu/about/mission-history" target="_blank"&gt;&#xD;
      
           „Institute of Advanced Studies“
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          in Princeton, welches 1930 gegründet wurde. Namhafte Wissenschaftler wie Albert Einstein, Kurt Gödel, und Robert Oppenheimer fanden dort eine Heimat, und lebten und forschten dort für Jahrzehnte. An der Entstehung des Computers beteiligt waren maßgeblich John von Neumann, dessen Ideen die Systemarchitektur von Computern bis heute nachhaltig beeinflussen, und Julian Bigelow, der Ingenieur der mit der Zange in der Hand für die Durchführung und technische Machbarkeit zuständig war. Die ersten Modelle waren so groß wie mehrere Aktenschränke und füllten einen ganzen Raum. Die Daten wurden auf Vakuum-Röhren gespeichert und mittels Lochkarten programmiert. Der Universalrechner wurde zur Verbesserung von Wettervorhersagen eingesetzt, und zur Berechnung von Boden-Luft Abwehr Systemen im Zweiten Weltkrieg. Wie wir heute wissen, halfen die Berechnungen des Princeton-Rechners (dessen offizieller Name MANIAC lautete) auch bei der Entwicklung der Atombombe in Los Alamos.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aber das ist eine andere Geschichte und kann im Erfolgsfilm „Oppenheimer“ von Christopher Nolan  von 2022 nacherlebt werden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          21.7.2025, Christophe Witz
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/117517.jpeg" length="289866" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 21 Jul 2025 09:04:08 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/die-urspruenge-des-digitalen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/117517.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/117517.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Nachruf auf Siegfried Ritter</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/nachruf-auf-siegfried-ritter</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Nachruf auf Siegfried Ritter
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Lieber Siegfried,
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kurz nach Weihnachten 2024 erfuhr ich über Facebook von Deinem plötzlichen Tod. Die Nachricht hat mich schockiert und überrascht, da ich Dich als noch viele Jahre in Deiner engagierten und zugewandten Art in der therapeutischen Arbeit tätig gesehen hatte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Jetzt wo Du auf die Andere Seite voraus gegangen bist, möchte ich mich nochmal an unsere gemeinsame Zeit in Oberbayern erinnern. Du bist mir als junger unerfahrener Psychologe von Anfang an freundlich begegnet und hast mich an Deiner beruflichen und persönlichen Erfahrung teilhaben lassen. Ich durfte Deine Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen erleben und Du hast mir Mut gemacht, mich selbst ernst zu nehmen und an meiner eigenen Entwicklung interessiert zu sein. Deine Verbindung von Systemischen Perspektiven und  Beziehungsarbeit und Bindungsthemen hat mich inspiriert und als Therapeut sehr geprägt. Oft waren wir auch außerhalb der Arbeit gemeinsam unterwegs, zum Wandern, auf dem Mittelalter Markt, oder in der Tschechei.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nicht alle Impulse die ich von Dir bekommen habe, habe ich weiterverfolgt. Die Männergruppe, in der ich Dich begleiten durfte habe ich seitdem nicht mehr besucht. Auch von einigen Aspekten der Bindungsarbeit habe ich mich distanziert und meinen eigenen Ansatz dazu gefunden. Das schmälert aber keinesfalls den Einfluss, den Du auf mich hattest, während meines Lebensabschnitts mein therapeutischen Lehrjahre in Oberbayern an der tschechischen Grenze.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zum Abschied wünsche ich Dir Alles Gute auf Deinem weiteren Weg. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich bin sicher, da wo Du jetzt hingehst, können Sie einen wie Dich gut gebrauchen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Christophe
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/125271.jpeg" length="331134" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sun, 19 Jan 2025 14:17:41 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/nachruf-auf-siegfried-ritter</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/125271.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/125271.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kritik der Nostalgie</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/kritik-der-nostalgie</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Guten Alten Zeiten! Manchmal genügt eine bestimmte Musik, bestimmte Worte oder Bilder, um eine vage Erinnerung und eine gewisse Stimmung zu erzeugen, die das Gefühl der Gute Alten Zeit noch immer in sich trägt. Nostalgie!
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Je nachdem wann jemand geboren ist, verbinden sich unterschiedliche Dinge mit diesem nostalgischen Gefühl. Für manche sind es die 80er Jahre und ihr seltsamer Frisuren und Mode-Geschmack, die dieses Gefühl erzeugen. Oder die 90er Jahre, Löcher-Jeans und selbstgemachte Mixtapes auf TDK-Kassetten, die man im Walkman hörte. Oder bestimmte Sonnenuntergänge, deren Stimmung und Kontext sich nach Jahrzehnten noch abrufen lassen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Werbung versucht diesen Effekt für sich zu nutzen, mit unterschiedlichem Erfolg. Im Kern ist das nostalgische Gefühl so faszinierend, weil es uns mit unserer Vergangenheit verbindet, und zwar auf eine emotionale und leicht wehmütige Art und Weise.  Nostalgie funktioniert dann gut, wenn sie mit einem Teil der eigenen Biografie eine Verbindung eingeht und die einzigartige Mischung aus Wehmut, Verklärung und Cringe erzeugt, die viele Menschen lieben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Gegenwart schneidet dabei manchmal im Vergleich zur „Guten Alten Zeit“ eher schlecht ab. In den letzten 3 Jahrzehnten haben sich viele Dinge geändert, für jeden Einzelnen und Gesamt Gesellschaftlich. Da ist es kein Wunder, wenn die Vergangenheit als Fixpunkt herhalten muss, an dem wir uns festhalten können. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diese Dynamik ist allerdings besorgniserregend nahe an einer depressiven Episode. Menschen die an Depression erkrankt sind, neigen dazu mit den Gedanken in der Guten Alten Zeit zu bleiben, und verzweifeln an der Unmöglichkeit, die verklärte Vergangenheit wieder aufleben zu lassen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Damit Nostalgie nicht depressiv wird, gibt es eine einfache Strategie: sich emotional mit der Vergangenheit verbinden, und dann damit wieder mit frischem Blick in die Gegenwart zurückkehren. „Back to the Future“ sozusagen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Blick zurück kann helfen, sich mit wichtigen Erinnerungen wieder zu verbinden und damit nach vorne in die Zukunft zu gehen. Der Rückspiegel im Auto spielt manchmal eine wichtige Rolle (z.B. beim Einparken), aber die meiste Zeit sollte man schon nach vorne schauen, um keinen Crash zu verursachen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Sinne,
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Christophe Witz
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/6748.jpeg" length="167504" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 11 Nov 2024 10:10:00 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/kritik-der-nostalgie</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/6748.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/dms3rep/multi/6748-7253c6c9-a5715ecf.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bindung und Wirtschaft</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/bindung-und-wirtschaft</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Bindung in Coaching und Führung
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Lektüre von Simon Sineks Bestseller „Gute Chefs Essen zuletzt“ hinterließ mich beeindruckt und inspiriert. Wer hätte gedacht, dass die ersten Ansätze zur Verbindung von Hierarchie und Verantwortung aus dem militärischen Fach stammen? Herr Sinek steht für diese Verbindung und vermittelt Bindungswissen und -praxis für Coaches und Führungskräfte weltweit.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Hier ein kleiner Baustein aus dem Buch:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Kapitel 2: Mächtige Verbündete: Das System E.D.S.O.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            E. steht für Endorphin. Dieses Hormon gibt Motivation für längere Strecken, es lässt uns am Ball bleiben und durchhalten. Es lindert den Schmerz der bei der Verfolgung längerfristiger Ziele entstehen kann.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            D. steht für Dopamin. Dieses Hormon vergibt Belohnungen für unmittelbare, kurzfristige Ziele. Durchaus auch Ziele die eine kleine Herausforderung darstellten, aber mit Fokus auf Hier-und-Jetzt. Dieser Belohnungskreislauf ist anfällig für Abkürzungen und kann suchterzeugend sein.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            S. steht für Serotonin. Dieses Hormon lässt uns Stolz fühlen auf Geleistetes. Es geht um Anerkennung und Respekt, Status und Selbstvertrauen. Die Bindung wird gestärkt – wir übernehmen Verantwortung, für uns Selbst und für Andere – Kollegen und Teammitglieder, aber auch für Freunde und Familie.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            O. steht für Oxytocin. Wie allseits bekannt, steht dieses Hormon für Bindung, Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Mitgefühl, Großzügigkeit und Loyalität. Diese Werte stehen für langfristige Investitionen in Beziehungen. Der Kreis der Sicherheit gilt auch für die Kommunikation in und zwischen Teams. Dadurch kann z.B. ein Betriebsklima langfristig verändert und zum Grundstock des Unternehmens werden.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ist es nicht spannend, wie sich Themen der heutigen Wirtschaftswelt in Begriffen des Limbischen Systems unseres Gehirns darstellen lassen? Ich für meinen Teil nehme mir als Learning mit, sich die Extra Mühe, die längerfristige Ziele erfordern, immer wieder mal zu machen. Ansonsten bleibt man trotz bester Absichten im Klein-Klein des Alltags und des Abwickelns von Routinen stecken.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In diesem Sinne,
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Christophe Witz
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116984.jpeg" length="89816" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 22 Jul 2024 08:49:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/bindung-und-wirtschaft</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116984.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/dms3rep/multi/116984-2eb884ab.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>5 Jahre Selbständigkeit</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/5-jahre-selbstaendigkeit</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Ein Jubiläum
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          5 Dinge, die ich gerne gewusst hätte, bevor ich mich 2018 selbständig machte:
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            dass eine weltweite Pandemie die Welt mehrere Jahre im Griff halten wird
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            dass es Zeit braucht bis die Sache ins Rollen kommt (etwa 1 Jahr kann man rechnen)
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            dass es wichtig ist einen guten Steuerberater zu finden der sich mit Selbständigkeit auskennt
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            dass es schwieriger wird einen Kredit zu bekommen, da Banken Selbstständige als gefährliche Spinner betrachten
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            dass man darauf achten muss, die Grenzen zwischen Privat und Arbeit klar zu halten (sonst arbeitet man selbst und ständig und ist bald völlig erschöpft)
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           5 Dinge die hilfreich waren beim Start in die Selbständigkeit:
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            das CyberLab Gründer-Coaching in der Höpfnerburg Karlsruhe
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            das Netzwerk der Kollegen in der Supervisions Weiterbildung am Institut ISTN 
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            eine anständige Webpräsenz bei Google Business, Facebook, Xing und Therapie(de)
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            die Unterstützung des Dachverbands DGSF und die günstige gewerbliche Haftpflicht die dadurch möglich wurde
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            das gute Gefühl, in Eigenverantwortung und auf eigene Rechnung zu arbeiten
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           5 Dinge die ich zu Beginn meiner Selbständigkeit überbewertet habe:
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Flyer (unhandlich, teuer und nicht wirklich effektiv zur Kundengewinnung)
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Visitenkarten (sind manchmal nützlich, aber nicht unbedingt notwendig)
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Blogs (dienen vor allem dem Boosten der Webseite mit frischen Klicks)
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            YouTube Videos über „5 Tipps für Selbstständige“ die sich oft als Zeitverschwendung herausstellten
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            das Gefühl, immer alles unter Kontrolle haben zu müssen (man hat sowieso kaum etwas unter Kontrolle, die meisten Dinge laufen trotzdem. Man gewöhnt sich dran)
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Christophe Witz
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          19. Februar 2024
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116843.jpeg" length="124963" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 19 Feb 2024 16:49:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/5-jahre-selbstaendigkeit</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116843.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/dms3rep/multi/116843-121a27b2.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Das Stress ABC</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/das-stress-abc</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Das Stress ABC
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Ich habe kürzlich für die Schüler meines Psychologie Kurses (am Bildungszentrum Flehingen) einige Folien zum Umgang mit Stress erstellt, und festgestellt dass ich einige Konzepte daraus auch in anderen Kontexten (z.B. Coaching &amp;amp; Supervision) verwenden kann. Grund genug es auch in meinem Blog zu teilen!
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Stress ABC
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Man kann die Entstehung von Stress drei Faktoren zuordnen:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          A – dem Stress auslösenden Ereignis
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          B – die kognitive Bewertung, die dazu abläuft 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          C - die emotionale Konsequenz die im Körper dadurch entsteht
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Beispiel: ich komme morgens auf dem Weg zur Arbeit in einen Stau (A), ärgere mich über meine vertane Lebenszeit die ich sinnlos im Verkehr verbringe (B) und fange an zu hupen und alle um mich herum mit Schimpfwörtern zu belegen (C). Dieses Beispiel ist frei erfunden, versprochen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Um nun also Stress zu vermeiden / einen besseren Umgang damit zu pflegen, kann man an allen drei Faktoren ansetzen:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          A - ich kann die Strecke meiden, an der es häufig Stau gibt. Ich kann mit Bahn und Bus fahren. Ich kann meine Arbeitsstelle wechseln, um weniger Fahrtweg zu haben.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          B – ich kann versuchen die Situation anders zu bewerten. Vielleicht ist die Zeit im Stau nicht vertan, sondern ich kann sie für etwas nutzen? z.B. Radio oder Podcast anhören, schon mal über die Arbeit nachdenken und was später noch zu tun ist, oder anderweitig kreativ werden. Das Motto hier lautet: Tue das was geht, und nicht das, was nicht geht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          C – ich kann lernen, mit mehr Gelassenheit zu reagieren auf Stress Momente. Ich kann Entspannungstechniken lernen, Atemübungen durchführen um Körper und Geist widerstandsfähiger zu machen gegen Stress. OMMMMMMMM
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die Kollegen Verhaltenstherapeuten kennen dieses Schema natürlich bereits. Ich finde es sehr eingängig und auf viele Kontexte anwendbar. Ich freue mich über diese Neue Einsicht und wünsche allen Lesern eine geruhsame Sommerzeit ohne Stau und Wutanfälle. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/119406.jpeg" length="163379" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 31 Jul 2023 09:26:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/das-stress-abc</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/119406.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/119406.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Corona Bilanz - Ist es noch zu früh?</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/corona-bilanz-ist-es-noch-zu-frueh</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Pandemie scheint vorbei, die Masken fallen und an Tagen mit Sonnenschein kann man spüren, dass die schweren Zeiten möglicherweise bald der Vergangenheit angehören könnten. Spätestens wenn der Frühling einsetzt, werden wir unweigerlich damit beginnen zurück zu blicken und die Bilanz der letzten Jahre zu ziehen.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auch wenn es derzeit noch etwas zu früh dafür ist, möchte ich einen ersten Impuls setzen, wie eine Bilanz aus meiner Sicht aussehen könnte. Inspiriert wurde ich durch ein Buch über die Corona Situation, welches ich unten als Quelle angebe. Hier zwei, recht willkürlich gewählte Zitate daraus, die mir beim Lesen gut getan haben. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          &amp;gt;&amp;gt;
          &#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die ablehnende Haltung einer Person [zur Maske] kann viele Gründe haben, doch wahrscheinlich kreist sie um eine bestimmte Vorstellung des eigenen individuellen Körpers, seines Verhältnisses zu anderen, der Traditionen, die ihn intelligibel gemacht haben, sowie um einen gleichermaßen hartnäckigen Einwand gegen die Tatsache, dass sich die Wirklichkeit in Wahrheit völlig anders gestalte, als sie glauben will.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die epidemiologische Realität der Pandemie wirft die Grenzen zwischen Individuum und Gruppe, zwischen Innen und außen über den Haufen, und für Selbstidentitäten, die auf stabilere Grenzen und subjektiv bedingte Realitäten angewiesen sind, mag dies durchaus beunruhigend sein. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Für andere hat die Berührungslosigkeit der Maske, der Rückzug des Gesichts aus dem persönlichen Kontakt, zu einer anderen Art von prophylaktischem Ethos geführt, dem zufolge die Biologie ideologische Überlegungen aussticht und Berührungslosigkeit gerade eine Intimität mit Fremden impliziert.&amp;lt;&amp;lt;
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          &amp;gt;&amp;gt;Bei den pandemischen Maskenkriegen geht es im Kern um das richtige Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft, um die Frage, was es bedeutet, wenn Letztere Forderungen an Ersteres stellt, und ob die damit einhergehenden Verantwortlichkeiten eine Verletzung der Souveränität darstellen oder die Durchsetzung eines geeigneten epidemiologischen Blicks der Gesellschaft. Umstritten bei den Maskenkriegen ist die Verortung des Risikos. Einige, die sich weigern, eine Maske zu tragen, werden die eine oder andere Version der Behauptung vorbringen, dass sie selbst die Risiken eingingen, es daher eine individuelle Entscheidung sei und dass die gesellschaftliche Norm oder das Gebot, eine Maske zu tragen, dementsprechend wieder zur Privatsache werden solle. Dass das maßgebliche Risiko offensichtlich kein privates ist, scheint ihrem Denken aufrichtig entgangen zu sein, und diese Tatsache legt nahe, dass das epidemiologische Modell ihnen womöglich prinzipiell undenkbar ist, sei es buchstäblich oder moralisch.&amp;lt;&amp;lt;
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Quelle: Benjamin Bratton: „Die Realität schlägt zurück: Politik für eine postpandemische Welt“ (2021)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich stimme diesen Aussagen aus ganzem Herzen zu. Bleibt nur noch anzumerken, dass nach meiner Beobachtung es vor allem Menschen mit Esoterik Hintergrund waren, denen während der Pandemie einige Dinge „aufrichtig entgangen“ waren. Was ich über Esoterik und Spiritualität denke, habe ich
          &#xD;
    &lt;a href="/ueber-spiritualitaet"&gt;&#xD;
      
           an andere Stelle
          &#xD;
    &lt;/a&gt;&#xD;
    
          geschrieben. Das sollte vorerst genügen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Christophe Witz, 27. Februar 2023
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <pubDate>Mon, 27 Feb 2023 15:48:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/corona-bilanz-ist-es-noch-zu-frueh</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/dms3rep/multi/IMG_20230227_163754.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/s/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/dms3rep/multi/IMG_20230227_163754.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Bindung mit System</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/bindung-mit-system</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Bindungs- und Systemtheorie - eine gute Kombination?
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Die Bindungstheorie beschreibt emotionale Verhaltensmuster zwischen Eltern und Kindern, Ehepartnern und Familienangehörigen. Diese emotionalen Verhaltensmuster sind zum Teil angeboren und bilden sich in den ersten Lebensjahren des Kleinkinds in der Interaktion mit dem versorgenden Elternteil aus, und haben starken Einfluss auf das spätere Beziehungs-Erleben und die spätere Beziehungs-Gestaltung des Kindes. Durch Selbst-Reflektion kann man als Erwachsener diesen emotionalen Mustern auf die Schliche kommen und sie, wenn nötig, kognitiv erfassen und beeinflussen („Kenne Dich selbst“). Diese Form der Selbstreflektion nennt man Mentalisieren. Diese findet am effektivsten im Gespräch mit einem Außenstehenden statt, einem Freund außerhalb der Familie, oder einem Coach oder Supervisor.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Diese knappe Zusammenfassung der Bindungstheorie soll deren Bedeutung für alle zwischenmenschlichen Belange nochmals aufzeigen. In meiner praktischen Arbeit als Systemischer Familientherapeut greife ich oft darauf zurück. In der Praxis ist die Bindungstheorie nach meiner Erfahrung in vielen Bereichen gut kompatibel mit der Systemischen Theorie, wenn auch nicht in Allen. Diese Überschneidungen und Unterschiede interessieren mich sehr.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Daher war ich erfreut, einen Text zu finden, der die Verknüpfung von Bindungs- und Systemtheorie weiter beleuchtet. Dr. Alexander Trost beschreibt in seinem Buch „Bindungswissen für die systemische Praxis“ (Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 2018) eine Studie, die die Bindungsstile von Systemischen Therapeuten erfasst und sie mit repräsentativen Stichproben vergleicht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dabei zeigte sich, dass überzufällig viele SystemikerInnen einen unsicher-ambivalenten Bindungsstil aufweisen. Im Sinne der Selbstreflektion ist dies ein interessantes und berichtenswertes Ergebnis. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Positiv gewendet bedeutet dies, dass viele SystemikerInnen sehr feine Antennen haben für das innere Erleben ihrer Klienten, sie sind auch gerne bereit emotional in die Arbeitsbeziehung zu investieren. Auch bei Frustrationen und Komplikationen des Beratungsprozesses bleiben sie in Verbindung mit dem Klienten. Sie können ein Modell sein für den Ausdruck von Emotionen wie Angst, Wut und Ärger, vorausgesetzt sie sind selbst-reflexiv genug für einen bewussten Umgang damit. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Umgekehrt besteht das Risiko darin, sich emotional mit eigenen Themen mit dem Klienten zu verstricken und durch die schnelle Bindungsaktivierung an Empathie einzubüßen. Dagegen hilft regelmäßige Supervision und Teambesprechungen, um wieder die Meta-Ebene der Selbstreflektion zu erreichen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Lieber Leser, ich hoffe dieser Text ist ein Beitrag zu Deiner eigenen Selbstreflektion. Ich wünsche viele gelingende Prozesse und Interaktionen mit Klienten im Jahr 2023.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Christophe Witz
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/113942.jpeg" length="304489" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 05 Jan 2023 12:05:49 GMT</pubDate>
      <author>183:821721036 (Christophe Witz)</author>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/bindung-mit-system</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/113942.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/113942.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Führen in Balance</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/fuehren-in-balance</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Führen in Balance
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Zum Stichwort Führung im Sinne von Leiten von Gruppen, Abteilungen, Teams gibt es viele Meinungen und Trends. In Rahmen meiner Coachings mit Führungskräften nutze ich gerne ein bestimmtes Modell als Orientierung und Leitbild, welches ich hier kurz darstellen möchte.
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Den Ansatz habe ich von Stefanie Kaufmann-Wehler kennengelernt, die Teile davon von Paul Lahninger übernommen hat. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Grob gesagt werden in diesem Ansatz im wesentlichen zwei Führungsstile unterschieden: einen eher traditionell direktiven und Aufgabenbezogenen Stil, und einen mehr Beziehungs- und Mitarbeiterorientierten Führungsstil. Diese Stile können als Yin und Yang der Führung beschrieben werden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Yang: Organisieren, Administrieren, zweckgerichtetes Handeln, Abarbeiten des Operationalen Tagesgeschehens, Beobachtbares &amp;amp; messbares Endergebnis (Kennzahlen), Ordnung schaffen, Fordern, kontrollieren, Planen, Abgrenzen, Strategisch Denken  
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Yin: Begleitende &amp;amp; nährende Führung, auf persönliche Beziehung und individuelles Gestalten gerichtet, Führungskraft als sozial kompetenter Coach, Wärme bewirken, Begegnen, Ausgleichen, Einbeziehen, Einfühlsam versorgen, Gruppenziele, Liebevolle Raumgestaltung der Büros/ Aufenthaltsräume
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Im Bild von Yin und Yang sind dies keine Gegensätze, sondern sich ergänzende und bedingende Polaritäten. These: Gute Führung benötigt beide Aspekte um in Balance und damit auf Dauer erfolgreich zu sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          An diesem Punkt stellt sich die Frage: Welcher Stil liegt dem Coachee persönlich näher? Bestehen Vorurteile gegenüber dem weniger vertrauten Stil? Wie kann man den weniger vertrauten Stil entwickeln und für sich nutzbar machen?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Aufgabe an den Coachee: Erinnere eine herausfordernde Situation innerhalb der eigenen Leitungsverantwortung. Welche Wirkung hätte ein Wechsel des Führungsstils zur anderen Polarität gehabt? In welcher Form könnte ein solcher situativer Wechsel künftig hilfreich sein?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Dies sollte genügen, um einen Eindruck vom Konzept „Führen in Balance“ gewonnen zu haben.  
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/123317.jpeg" length="694551" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 13 Oct 2022 10:07:07 GMT</pubDate>
      <author>183:821721036 (Christophe Witz)</author>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/fuehren-in-balance</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/123317.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/123317.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Familienaufstellung Heute</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/familienaufstellung-heute</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Familienaufstellung Heute
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Definition Familienaufstellung, zitiert aus Wikipedia: 
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           „Familienaufstellung bezeichnet ein Verfahren, bei dem stellvertretende Personen für manche Familienmitglieder eines Klienten stehen und konstellativ angeordnet (gestellt) werden - um aus einer dazu in Beziehung gesetzten Wahrnehmungsposition gewisse Muster innerhalb jenes Familien-Systems erkennen zu können. Die Praxis des Familienstellens gründet auf der Vermutung, dass innerlich&amp;#2;grundlegende Beziehungsverhältnisse auch innerlich räumlich abgespeichert wirken - je nach Ausprägung funktional bis dysfunktional.“
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Die familientherapeutische Methode der Aufstellung hat sich entwickelt aus der Arbeit von Virginia Satir, die mit ihren Klienten in mehrtägigen Seminaren den Wurzeln und der Herkunft von Familien nachgeforscht hat. Diese „Familienrekonstruktionen“ machten mittels Stellvertretern und dem Nachspielen von Schlüsselszenen der Familiengeschichte Muster und Emotionen der Vergangenheit spürbar und im Hier und Jetzt lebendig. Aus dieser Arbeit entwickelte sich die kürzere Form der „Familienskulptur“, die einzelne Szenen von familiären Geschehnissen aufgreift und bearbeitbar macht.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           In den 1990er Jahren war die Blütezeit der Aufstellungen nach Bert Hellinger, dessen Name eine Zeit lang synonym zur Methode der Aufstellung verwendet wurde. Hellinger führte große Veranstaltungen mit Tausenden von Menschen durch und seine Prinzipien der „Ordnungen der Liebe“ wurden populär und tauchten regelmäßig in den Printmedien der Zeit auf.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Die während der Aufstellung auftauchenden Wahrnehmungen der Stellvertreter wurden von Hellinger als faktische (phänomenologische) Wahrheiten betrachtet, mit denen man umzugehen habe. Dabei tauschte er auch schon mal Stellvertreter aus, die aus seiner Sicht nicht genügend medial veranlagt waren. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Leider versäumte es Hellinger, sich den Erfordernissen der modernen Zeit anzupassen und stieß vielen Kritikern mit seinen monolithischen Ordnungspostulaten vor den Kopf. Die Kritik betraf vor allem das Frauenbild Hellingers, das eindeutig vom Alten Testament inspiriert war. Und so wurde Hellinger ein frühes Opfer der „Cancel Culture“, und zwar zurecht.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Heutzutage orientieren sich praktizierende Familientherapeuten (wie ich) eher wieder an Virginia Satir und ihrer konstruktivistischen Sichtweise. Im Unterschied zu Hellingers phänomenologischer Wahrheitsfindung werden dabei die in der Aufstellung auftretenden Informationen als soziale Konstruktion betrachtet, die dem inneren Abbild des Klienten genügend ähnelt um eine Veränderungswirkung zu erzielen. Auch wird davon ausgegangen dass jeder Stellvertreter genau der richtige ist, um an seinem Platz zu wirken. Probleme beim Erspüren von Wahrnehmungen werden als der Rolle zugehörig und demnach als wichtige Information angesehen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Der Verzicht auf den absoluten Wahrheitsanspruch der Aufstellung öffnet Türen zu spielerischem und experimentierfreudigem Entdecken, was fast von allein zu Wachstum und Entwicklung führt. Auf die Tiefe der Erkenntnis und der im Familiensystem gespeicherten Emotionen muss dabei nicht verzichtet werden. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Sobald diese Veränderung des Kontexts klar ist, können auch ausgewählte Kernprinzipien von Hellingers Dogma wieder mehr Anerkennung finden: so spricht der gefallene Patriarch von „Zwei Seelen“ die in Familien wirksam sind: Eine hält der Tradition die Treue und verbindet uns mit der Vergangenheit, den Wurzeln. Die andere Seele ruft uns hinaus ins Unbekannte, zur Entdeckung neuer (innerer) Kontinente. Der Konflikt zwischen diesen beiden Anteilen kann einige Probleme in Familien verursachen – können wir aber einen Punkt in uns finden, an dem diese beiden Seelen wirken dürfen, ohne Widerspruch? Um Verbundheit und Abgrenzung zu spüren? Um Individuation und Bindung leben zu können? Meinen guten Platz zu finden – das ist es, worum es geht.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Christophe Witz, März 2022
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/118058.jpeg" length="655167" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 09 Mar 2022 15:28:04 GMT</pubDate>
      <author>183:821721036 (Christophe Witz)</author>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/familienaufstellung-heute</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/118058.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/118058.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mein Neues Hobby</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/mein-neues-hobby</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Oder wie ich das Duellieren lernte
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
         Corona, Pandemie, Lockdown: diese Begriffe haben einen schweren Beiklang. Für mich war das Jahr 2020 eine Zeit des Verzichts, der Genügsamkeit und der Isolation. Und, wie für viele andere, war es für mich die Zeit ein neues Hobby zu beginnen. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Etwas Neues zu beginnen und mehr darüber zu lernen war eine gute Erfahrung für mich. Ich habe gemerkt dass ein Hobby eine zusätzliche Quelle der Freude und des Selbstwerts sein kann, unabhängig von beruflicher oder familiärer Anerkennung. Sich tiefer mit seinem Hobby zu beschäftigen und sich mit anderen Menschen auszutauschen die die Freude und Begeisterung darüber teilen ist etwas Schönes das ich nicht mehr missen möchte. Gerade in den schwierigen Zeiten des letzten Jahres war mein Hobby ein Segen und zauberte mir zuverlässig ein Lächeln aufs Gesicht. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Was ist nun mein Hobby? Ich habe nicht Backen, Singen oder Jonglieren gelernt, sondern habe mich mit Online-Gaming beschäftigt, und zwar einem bestimmten Bereich davon: ich spiele seit dem Lockdown Fighting Games wie Street Fighter V.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Man spielt dabei 1 gegen 1 mit einem anderen Spieler Online, zwei Runden á 99 Sekunden. Auf Knopfdruck macht die eigene Spielfigur bestimmte Bewegungen und Angriffe, schwierigere „Special Moves“ werden durch bestimmte Knopf Kombinationen ausgelöst. Das ist im wesentlichen Alles worum es geht. Dadurch dass man aber nicht gegen einen Computer sondern gegen einen anderen Menschen über eine Online Verbindung spielt, wird die Sache interessant. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Nachfolgend einige Learnings aus meiner Beschäftigung mit dem Thema:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;ul&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Wenn man die Bewegungen und Angriffe des Gegenspielers vorausahnt, kann man diese kontern und in die eigene Offensive übergehen, das funktioniert im Grunde wie beim Schach, ich überlege was der Gegenspieler tun wird und treffe entsprechende Entscheidungen. Mit etwas Übung macht dieser Teil des Spiels großen Spaß und sorgt für Überraschungen.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Ein anderer Teil des Spiels ist dass nach und nach ein Muskelgedächtnis aufgebaut wird, welche Bewegungen in welcher Reihenfolge und in welcher Situation erfolgreich sind, sogenannte Combos  oder auch Anti-Airs (Abwehr von Sprungangriffen aus der Luft). Zu bemerken wie durch Übung die Bewegungen und Entscheidungen immer flüssiger und schneller ablaufen, ist vergleichbar mit dem Erlernen eines Musikinstruments. Die Früchte des eigenen Trainings zu bemerken und Stolz darauf zu sein ist für mich ein weiterer Beleg für die sinnhafte Tätigkeit namens Hobby.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Ebenfalls lernte ich einiges übers Gewinnen und Verlieren: da es sich um ein Duell-Spiel handelt, verliert man statistisch gesehen (bei einem gleich starken Gegner) jedes zweite Mal, also in 50% der Fälle. Als Anfänger verliert man sogar noch öfter. Dadurch bekommt man die Gelegenheit zu erfahren, wie man persönlich mit Sieg und Niederlage umgeht: in meinem Fall stellte ich fest, dass ich lieber gewinne als verliere. ;-D Falls man dennoch verliert, ist die Frage wie man damit umgehen möchte: Reagiert man mit Ärger und Wut, wirft den Controller in die Ecke und stampft mit den Füßen auf den Fußboden dass sich die Nachbarn beschweren? Oder schiebt man die Schuld für die Niederlage auf irgendeinen Sündenbock (z.B. die schlechte Internet Verbindung, die unfaire Taktik des Gegners, die übermächtige Spielfigur die der Gegner gewählt hatte, oder die zu schwache eigene Spielfigur die vom Spielhersteller dringend überarbeitet gehört usw usf). Oder ärgert man sich über die eigenen Entscheidungen im Spiel, die zur Niederlage geführt haben?
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Am sinnvollsten ist tatsächlich, jede Niederlage als Lernerfahrung zu begreifen und zu versuchen zu verstehen welche eigenen Entscheidungen dazu geführt haben.  Auf diese Art ist am ehesten eine kontinuierliche Verbesserung möglich, so dass schon bald der strahlende Sieg winkt und alle Mühen auf dem Weg dorthin vergessen macht (so weit die Theorie). 
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Je tiefer man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr neuartige Konzepte tauchen auf, die alle mit Fachausdrücken bezeichnet werden. So erweitert sich sukzessive das Vokabular um neue Begriffe. Hier eine Liste mit neuen Fachworten die ich gelernt habe: „Footsies“: Beinarbeit und Beachten des Abstands zwischen den Spielfiguren, „Okizeme“ Strategisches Abwägen der Optionen nach einem Knockdown, „Plus Frames“: wie schnell ist meine Spielfigur bereit für die nächste Aktion im Vergleich zum Gegenspieler usw. Es gibt ganze Online-Wörterbücher nur für diesen Bereich, in denen man zur Not nachschlagen kann was ein Wort bedeutet.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
      &lt;li&gt;&#xD;
        
            Dazu kommt die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, es gibt zahlreiche Vlogs und YouTube Videos sowie Foren und Discord Gruppen in denen man Tipps und Tricks und Zuspruch erhalten kann. Man ist Teil einer Gemeinschaft von Fans und Liebhabern des Hobbys, und das war und ist eine gute und wichtige Unterstützung für mich, im Lockdown und darüber hinaus.
           &#xD;
      &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Lieber Leser, ich wünsche auch Dir weiterhin viel Spaß mit Deinem Hobby.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/10794.jpeg" length="109270" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 14 Oct 2021 09:26:53 GMT</pubDate>
      <author>183:821721036 (Christophe Witz)</author>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/mein-neues-hobby</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/10794.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/10794.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Konzepte der Mentalisierung Teil 1</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/azsw-zyklus</link>
      <description>Im ersten Teil der Reihe "Konzepte der Mentalisierung" stelle ich den ASZW Zyklus vor, en therapeutisches Tool zur Gestaltung von pädagogisch-therapeutischen Arbeitsbeziehungen.</description>
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
                  
         Der AZSW Zyklus
        
                &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div&gt;&#xD;
  &lt;img src="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/117824.jpeg"/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  
                  
         Der Begriff Mentalisieren wird zunehmend bekannter in therapeutisch-pädagogischen Kreisen.  
         
                  &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Hier nochmal die Kurzdefinition: die Fähigkeit, sich ein Bild  machen zu können von den eigenen inneren Vorgängen und denen in anderen Personen, und diese in einen sinnvollen Zusammenhang bringen zu können.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Im Ersten Teil der Reihe "Konzepte der Mentalisierung" beschreibe ich ein Tool aus der Praxis der professionellen Beziehungsgestaltung.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Der AZSW Zyklus
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           A wie Aushandeln
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Am Anfang einer therapeutischen Beziehung steht das Aushandeln, das beinhaltet das Erklären und Festlegen der Rahmenbedingungen in denen Gespräche stattfinden (Zeit, Ort, Do's and Don'ts), die Wünsche und Erwartungen aneinander (Auftragsklärung), sowie das Verhandeln darüber. Am Ende steht eine Entscheidung für oder gegen eine Zusammenarbeit die aufgrund möglichst transparenter Bedingungen getroffen werden sollte. Dazu gehört auch dass die Therapeutin erläutert, was sie tun kann, was ihre Kompetenzen sind und wo sie enden. 
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Z wie Zusammenarbeit
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Nach erfolgten Aushandeln der Rahmenbedingungen kann die Zusammenarbeit starten. Gelingt die Auftragsklärung gut, kommt man relativ schnell ins Arbeiten und in den Prozess, der kognitives und emotionales Lernen ermöglicht. Dies beinhaltet das Reflektieren von Konflikten, von schwierigen Beziehungserfahrungen der Vergangenheit sowie das Klären von emotionalen Vorgängen in einem Selbst und in Anderen. Die Arbeitsbeziehung zwischen Therapeut und Klient stimmt sich affektiv-kommunikativ aufeinander ein. Die Sache läuft.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           S wie Störung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Durch den begonnenen Prozess und das Aufeinander Einstimmen werden größere Tiefen im affektiven Beziehungsgeschehen erreicht, und in diesem Bereich ist es sehr wahrscheinlich dass biographisch weiter zurückliegende Probleme aktiviert werden und eine Störung in der Interaktion verursachen. In der Sprache der Bindungstheorie werden frühe Beziehungserfahrungen, die im Inneren Arbeitsmodell abgespeichert sind, und damit zusammenhängende Erwartungen an unsere Interaktionspartner aktualisiert. In der Sprache der Tiefenpsychologie bekommt die Therapeutin hier Übertragungen ab, die ursprünglich in der frühen Interaktion des Klienten mit seinen Bindungspersonen entstanden sind, und je nach Qualität der Bindungssicherheit kann diese Übertragung mehr oder weniger heftig ausfallen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Das klingt alles irgendwie kompliziert, und meistens ist es das auch. Aber, wie Sigmund Freud schon sagte, die wahre therapeutische  Arbeit findet an den Widerständen statt, also dort wo es hakt und klemmt. Einmal kommt die Zeit, sich damit zu befassen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           W wie Wiederherstellen der Arbeitsbeziehung
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Am Punkt der auftretenden Störung ist dem Klienten ein gelingendes Mentalisieren meist nicht mehr möglich. Genau an dieser Stelle kann die Therapeutin beweisen dass sie ernst meint, was sie beim Aushandeln der Rahmenbedingungen formuliert hat: dass die gewillt ist, das therapeutische Bündnis auch in schwierigen Momenten aufrechtzuerhalten. Auf welche Weise das Angebot zur Wiederherstellung der Arbeitsbeziehung erfolgt, ist dem Geschick und der Erfahrung der Therapeutin überlassen. Es sollte jedenfalls das Angebot enthalten, die Kommunikation trotz der Störung nicht abreißen zu lassen und behutsame Reflektion des Geschehens ermöglichen. Dazu kann auch gehören, eigene Fehler der Therapeutin („Vielleicht habe ich etwas Falsches gesagt oder etwas falsch verstanden?“) einzuräumen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Gelingt die Wiederherstellung der Arbeitsbeziehung, erfolgt wieder
          
                    &#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
                      
           Punkt A
          
                    &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    
                    
          – erneutes Aushandeln der Rahmenbedingungen, vielleicht leicht abgewandelt durch die Erfahrung der Störungsphase.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
                    
          Wenn der Zyklus gelingt, wächst bei jedem Durchlauf die Erfahrung dass innere Zustände und Beziehungen regulierbar  sind, und zwar trotz – oder vielleicht gerade wegen – unvermeidlich auftretender Probleme und Krisen.
         
                  &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;i&gt;&#xD;
      
                      
           Quelle: Maria Theresa Diez Grieser &amp;amp; Roland Müller: Mentalisieren mit Kindern und Jugendlichen. Klett-Cotta 2018.
          
                    &#xD;
    &lt;/i&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/117824.jpeg" length="158602" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 03 Feb 2021 09:42:59 GMT</pubDate>
      <author>183:821721036 (Christophe Witz)</author>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/azsw-zyklus</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/117824.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/117824.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Corona Fehlalarm?</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/corona-fehlalarm</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Buchrezension "Corona Fehlalarm?" 
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           von Dr. Karina Reiss und Dr. Sucharit Bhakdi
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Nachdem ich mehrfach Leute in den Sozialen Medien als „Covoidioten“ beschimpft und im Freundeskreis mich über manche Argumente der Corona-Leugner lustig gemacht habe (und dabei auch manchen Gegenwind erfuhr), beschloss ich dem besagten Buch von Dr. Bhakdi eine Chance zu geben um mich (wie im Klappentext versprochen) mich sachlich und faktenbasiert über die aktuelle Diskussion über den Sinn der Corona-Schutzmaßnahmen zu informieren.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           In der Tat argumentiert Dr. Bakhdi größtenteils sachlich und stellt seine fachliche Meinung als erfahrener Arzt und Epidemiologe verständlich und nachvollziehbar dar. Ich konnte seine Position aus medizinischer Sicht (soweit es mir möglich war) verstehen und sie als unaufgeregte, vernünftige und bedenkenswerte Alternative zum offiziellen Kurs der Bundesregierung anerkennen. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Seine Argumente sind schlüssig und im Einklang mit weltweit führenden Epidemiologen wie Prof. Dr. Ioannidis.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Nach der Lektüre stelle ich fest dass meine Sorgen um Corona und die Gefahr durch Ansteckung und Infizierung stark nachgelassen hatten. Ich begann die Ängste und Sorgen der Mitbürger als übertrieben, ja sogar lächerlich wahrzunehmen und hatte den Impuls sie aufzuklären und Ihnen die Wahrheit zu erläutern, damit sie sich ebenso frei davon fühlen können wie ich es (seit kurzem) tat.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Und die Wahrheit, so deutet Dr. Bhakdi im vorletzten Kapitel an, ist die dass die WHO von Lobbyinteressen der Pharmaindustrie durchsetzt ist und die Regierung von falschen Fachleuten beraten wird, die ebenfalls von den Finanzinteressen der dunklen Hintermänner der WHO gelenkt werden. Außerdem nutzt die Regierung die Corona Krise um ihre eigene Macht zu stärken und die Rechte und Freiheiten der Bürger einzuschränken. Aufgrund der bewusst herbeigeführten Angst und Panik würde dies von den Bürgern aber nicht wahrgenommen, und so haben wir ein Volk von Bürgern im Halbschlaf die nicht merken dass der Zaun ihres Pferches immer enger gezogen wird.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Das passt natürlich super zu den Erzählungen der restlichen Corona-Leugner und ist anschlussfähig an die Legenden von Q-Anon, der Bilderberger, der weltweiten Juden Verschwörung und der Illuminaten.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ich behaupte dass Dr. Bhakdi diese Nähe zu den Verschwörungstheoretikern in Kauf nimmt, um sein Argument zu verbreiten und Gehör zu finden, das ihm andernorts verwehrt blieb.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Damit tut er genau dasselbe wie das was er der Bundesregierung vorwirft: eine Nähe zu zweifelhaften Kräften zu pflegen, denen man am Ende unterliegt, so dass sich schlussendlich die finsteren Mächte durchsetzen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Fazit: Das Buch „Corona-Fehlalarm“ enthält sachlich richtige, vernünftige Fakten die informieren und aufklären. Immer wenn es um Politik geht, verlässt Dr. Bhakdi den Pfad der Vernunft und wird emotional, wirkt beinahe beleidigt dass seine Expertise nicht gehört wurde. Die psychologischen Nebenwirkungen seiner Argumentation auf die Bevölkerung berücksichtigt er nicht oder nimmt sie billigend in Kauf. Mein persönliches Fazit lautet: Ich bin froh dass wir nicht von Ärzten regiert werden, das Resultat wäre mit Sicherheit wesentlich schlimmer als der jetzige Zustand unseres schönen Deutschen Landes.  
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           C. Witz
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/123206.jpeg" length="343995" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 23 Sep 2020 11:54:04 GMT</pubDate>
      <author>183:821721036 (Christophe Witz)</author>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/corona-fehlalarm</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/123206.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/123206.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>7 Tipps für Guten Schlaf</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/7-tipps-fuer-guten-schlaf</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         7 Tipps für Guten Schlaf
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Guter Schlaf besteht vereinfacht gesagt aus abwechselnden Phasen von Tiefschlaf und (REM)Traumphasen. Während des Tiefschlafs ruht unser Gehirn aus, der Atem ist langsam und ruhig und es finden kaum Muskelbewegungen statt. Während der Traumphase bewegen sich die Augenmuskeln (daher „Rapid Eye Movement“ REM) und wir beschäftigen uns im Traum mit Erlebnissen der letzten Zeit, oder mit Wünschen und Befürchtungen von Morgen. Geträumt wird zwischen 3 und 5 Uhr am intensivsten. Wenn wir nachts aufwachen, dann meist aus einem Traum heraus, da die Traumphase dem Wachzustand am nächsten liegt. Wenn alles gut läuft, stehen wir beim Wecker Klingeln ausgeruht auf und sind bereit für die Herausforderungen des Tages.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch was wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht mehr so gut klappt? Für so einen Fall habe ich eine Liste geschrieben mit 7 Tipps für Guten Schlaf. Hier geht’s los:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          1.) Kein Kaffee, Tee, Alkohol oder Zigaretten nach 18 Uhr. Eigentlich selbstverständlich, muss man aber auch immer wieder erwähnen. Gerade Alkohol hilft unter Umständen beim Einschlafen, man wacht aber früher auf als üblich und schläft schlechter durch.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          2.) Sport. Schon zweimal in der Woche eine körperliche Betätigung von einer halben Stunde reicht aus um einen Trainingseffekt zu erzielen und den Schlaf zu fördern.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          3.) Den Schlafplatz schön einrichten, so dass man ein gutes Gefühl damit verbindet und sich abends gerne hinein begibt.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          4.) Tagebuch schreiben kurz vor dem Schlafen. Die Idee ist die, sich alle Gedanken und Sorgen aus dem Kopf zu schreiben und für die Dauer der Nacht beiseite zu legen. Am nächsten Morgen kann man sie dann wieder nachlesen, falls man etwas vergessen haben sollte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          5.) Eine Imaginationsübung durchführen:        
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vielleicht möchtest Du folgende Variante von "Schäfchen zählen" ausprobieren: 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Stell Dir vor, Du stehst auf  einem Steg der in einen Fluss ragt. Unten siehst du das Wasser vorbei fließen, und Du schaust einfach zu. Da fällt von einem Baum am anderen Ufer ein Blatt ins Wasser, schwimmt obenauf und wird von der Strömung mitgetragen. Du setzt einen Gedanken von Dir auf das Blatt und siehst zu wie es weiter schwimmt. Und so mit allen weitere Gedanken. Manchmal wirbelt die Strömung ein Blatt in eine Weile im Kreis bevor es weitergetragen wird, aber nichts entkommt dem Fließen des Flusses. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          6.) Lüften. Egal ob Du bei offenem Fenster schläft oder bei geschlossenem, achte darauf dass Du genug Sauerstoff abbekommst. Im Winter kann man auch eine Schale Wasser auf die Heizung stellen, um die Luftfeuchtigkeit zu verbessern. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          7.) Der Schlafplatz sollte nur zum Schlafen da sein. Andere Tätigkeiten wie Essen, aufs Handy Schauen, Lesen oder Schreiben sollten an dafür geeigneten Orten ausgeführt werden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das wars! Ich hoffe es war etwas Hilfreiches für Dich dabei. Ich wünsche Schöne Träume!
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/122629.jpeg" length="50765" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 22 Jun 2020 12:45:42 GMT</pubDate>
      <author>183:821721036 (Christophe Witz)</author>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/7-tipps-fuer-guten-schlaf</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/122629.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/122629.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Über Spiritualität</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/ueber-spiritualitaet</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das Themengebiet Psychologie, Psychotherapie und Spiritualität hat gewisse Überschneidungen aber Mißverständnisse untereinander. Heute möchte meinen Blog nutzen um meine Sichtweise der Angelegenheit darzustellen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich verstehe unter Spiritualität eine Offenheit für Wahrnehmungen die sich durch Anwendung spiritueller Praktiken erzielen lassen. Dazu gehört Meditation oder Gebet oder bestimmte Körperhaltungen (Yoga), die unser Bewußtsein für Bereiche öffnet die im stressigen Alltag sonst nicht wahrgenommen werden.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die sich aus diesen Praktiken ergebenden Bewußtseinsveränderungen sind recht unterschiedlich, zumindest soweit meine Erfahrungen reichen. Meist ändert sich die Wahrnehmung von Selbst und Körper, man spürt sich und seine Umgebung aus einer neuen Perspektive und kann daraus Rückschlüsse über den eigenen „Normalzustand“ ableiten. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Hier einige Dinge die ich als Psychologie Student regelmäßig geübt habe:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;ul&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           eine morgendliche Serie von
           &#xD;
      &lt;a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qigong" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Qi Gong
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           Übungen die ordnend, stärkend und beruhigend wirken. 
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           In jugendlichem Leichtsinn habe ich einmal an einer Marihuana Zigarette gezogen und eine Änderung meines Bewusstseins feststellen können. Und Hunger auf Erdbeerjoghurt. 
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           Auch die
           &#xD;
      &lt;a href="https://www.youtube.com/watch?v=V4NGyLbI_2E&amp;amp;t=0s" target="_blank"&gt;&#xD;
        
            Wolkenmeditation
           &#xD;
      &lt;/a&gt;&#xD;
      
           habe ich damals geübt, also „nur“ sitzen und auf den Atem achten und auftauchende Gedanken auf Wölkchen setzen und zuschauen wie sie vorbeiziehen. 
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           Fünf Tage Fasten mit nur Saft, Wasser und Tee, keine feste Nahrung.
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           Durch Freunde habe ich das indianische Medizinrad kennen gelernt, ich verbinde damit aber keine spirituelle Praxis im Sinne einer Anwendung. Das Medizinrad ist mehr wie ein Kompass nutzbar, zur Orientierung. Mehr dazu in einem späteren Blog.
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
    &lt;li&gt;&#xD;
      
           Mehrmals in der Woche Spaziergänge/ Wanderungen im Pfälzer Wald am Trifels.
          &#xD;
    &lt;/li&gt;&#xD;
  &lt;/ul&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wenn man eine oder mehrere dieser Praktiken eine Zeitlang übt, stellen sich Veränderungen im Erleben und Verhalten ein. Welche sind das? Nach meiner Erfahrung wird man dadurch besser in der Wahrnehmung des „Hier und Jetzt“in Bezug auf Selbst und Körpergefühl, es klärt sich die Wahrnehmung und wird „realer“, durch die Erfahrung von verschiedenen Perspektiven fühlt man sich mehr mit der Wirklichkeit verbunden, verwurzelt und einverstanden mit der eigenen Geschichte und Vergangenheit. Im günstigsten Fall können sogar Ausblicke auf Zukünftiges und gerade im Entstehen Begriffenes entstehen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das ist, behaupte ich, auch der Grund warum sich „Achtsamkeits“ Seminare bei Managern gerade so gut verkaufen: die Wirtschaft hofft durch Spirituelle Praktiken künftige Entwicklungen früher als andere zu bemerken um einen Marktvorteil zu haben. Gehen wir einfach mal davon aus, dass da was dran ist und Menschen mit „Spirtualität“ feinere Antennen haben für manche Ausschnitte der Realität (inklusive dem was gerade erst im Kommen ist). 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wie kann es aber sein, dass „spirituelle“ Menschen (ich nenne bewusst keine Namen) manchmal trotzdem völligen Unsinn reden?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Das könnte daran liegen dass es eine Fehlerquelle gibt die beim Transfer von spirituellen Erfahrungen in die sprachliche Kommunikation zu beachten ist: man nennt es die „Prä-Trans Verwechslung“ (Wilber, 1982). Die Wahrnehmung die durch die spirituelle Praxis erzeugt wird, unterliegt noch immer der Interpretation durch unseren Verstand, um kommuniziert werden zu können. Sie ist nicht einfach gegeben sondern wird wie alle Sinneseindrücke von unserem Großhirn konstruiert und in Kontext gesetzt. Wenn mein Weltbild magisch und mystisch ist, wird meine Interpretation der spirituellen Erfahrung es ebenfalls sein. Wenn mein Weltbild konstruktivistisch und (post)modern ist, wird meine Interpretation der spirituellen Erfahrung es ebenfalls sein. Wir entkommen unseren eigenen Vorannahmen nicht.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
           
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Um es nochmal deutlich zu sagen: Liebe „spirituelle“ Mitmenschen! Egal welche Erfahrungen ihr mit spirituellen Praktiken gemacht habt, ihr seid noch immer selbst verantwortlich für alles was ihr daraus ableitet und alles was ihr sagt und tut. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ich habe nichts gegen Magie und Mystik, ich schaue mir gerne Fantasy Shows auf Netflix an. Aber eben als Fantasie und Fiktion! Als Weltbild ist das doch etwas arg. Regression kann im Rahmen einer Psychotherapie sehr heilsam sein, aber als reiner Selbstzweck taugt es nicht. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Drum prüfe also, ob Dein Weltbild Ähnlichkeit mit dem eines Fünfjährigen hat, und Überdenke es. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bitte, Bitte.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/9823.jpeg" length="64595" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 27 May 2020 08:38:35 GMT</pubDate>
      <author>183:821721036 (Christophe Witz)</author>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/ueber-spiritualitaet</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/9823.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/9823.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Eine Frage der Moral</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/eine-frage-der-moral</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Die Entwicklungspsychologie der Moralvorstellung
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Lawrence Kohlberg war ein Schüler von Jean Piaget und hat zeitlebens erforscht, wie sich moralische Ansichten bei Menschen entwickeln. Dies tat er, indem er Menschen in fiktive schwierige Situationen versetzte, auf die es keine einfache Antwort oder Lösung gibt. Hier ein Beispiel:
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Heinz ist verheiratet. Seine Frau ist seit kurzem lebensbedrohlich erkrankt. Der Apotheker im Ort verkauft ein Medikament dass Heinz´ Frau retten könnte, es ist aber so teuer, dass es sich Heinz nicht leisten kann. Was sollte Heinz tun?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Herr Kohlberg stellte fest dass Menschen unterschiedliche Antworten auf dieses Dilemma geben. Diese unterschiedlichen Antworten gruppierte er in verschiedene Stufen, die erklären sollen wie die moralische Entwicklung verläuft. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf Stufe 1 orientiert sich Heinz an dem was erlaubt ist. Wenn man etwas verbotenes tut, wird man bestraft, und das tut weh (körperlich oder finanziell). Also tut Heinz es nicht. Die Polizei ist stärker und mächtiger als Heinz, das macht ihm Angst (bzw er hat Respekt). Er kann seiner Frau leider nicht helfen.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf Stufe 2 orientiert sich Heinz an Bedürfnissen, und zwar meistens an seinen eigenen. Regeln sind gut, vor allem wenn sie Heinz nutzen. Andere sehen das vielleicht genauso, also ist wichtig zu verhandeln um den besten Deal zu finden. Demnach würde Heinz in die Apotheke einbrechen und das Medikament stehlen um seine Frau zu retten. Schließlich kocht sie ja ganz gut. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die bisherigen Stufen nennt Kohlberg prä-konventionell, weil sie früh in der Entwicklung auftauchen (etwa bei Kindern). Die meisten Menschen erreichen die konventionelle Stufen 3 und 4.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf Stufe 3 orientiert sich Heinz an Beziehungen. Er möchte gern die Erwartungen von Menschen die ihm nahe stehen erfüllen: ein guter Ehemann sein, ein guter Vater, ein guter Staatsbürger. In Beziehungen legt er Wert auf Vertrauen und gegenseitige Achtung, wie sie in der „Goldenen Regel“ formuliert ist: „Was Du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“. Heinz würde also in die Apotheke einbrechen, das Medikament stehlen und seine Frau retten. Schließlich würde seine Frau dasselbe auch für ihn tun. In der Apotheke hinterlässt er Bargeld, soviel wie ihm möglich ist zu bezahlen. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Auf Stufe 4 orientiert sich Heinz am Gewissen. Ein Staatsbürger hat die Pflicht die Gesetze zu achten. Zwar gibt es Ausnahmefälle, aber ein Gesetzesübertritt ist nichts was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Wenn das jeder täte, wohin kämen wir dann als Gesellschaft? Also bricht Heinz in die Apotheke ein, stiehlt das Medikament und rettet seiner Frau das Leben. Sobald klar ist dass es ihr besser geht, stellt er sich der Polizei und beichtet den Einbruch. Er wird die Bestrafung mit pflichtbewusstem Stolz auf sich nehmen. (Ein Gericht könnte diese noblen Motive anerkennen und Milde walten lassen).
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Die meisten Menschen erreichen im Laufe ihrer Entwicklung Stufe 3 oder 4. Solche Menschen „funktionieren“ gesellschaftlich gut und engagieren sich angemessen in den demokratischen partizipativen Möglichkeiten. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Stufe 5 und 6 nennt Kohlberg „post-konventionell“ weil sie über das Gewöhnliche hinausgehen und nur selten realisiert werden. Hier orientiert man sich an allgemeingültigen ethischen Prinzipien, wie etwas „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Die Väter des Grundgesetzes müssen sich in diesen Sphären befunden haben als den Paragraph 1 niederschrieben. Auch Immanuel Kant und Abraham Lincoln werden die Fähigkeit zu postkonventionellem moralischen Denken zu geschrieben. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Soweit zu diesem kurzen Überblick zur Entwicklung der Moral. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Noch eine fachliche Anmerkung: Ähnlich wie bei Piagets Konzept der kognitiven Entwicklung ist bei Kohlbergs Stufenmodell der Moralentwicklung eine zunehmende Differenzierung festzustellen, ein Lösen aus dem Eingebundensein in egozentrische Perspektiven und eine Vervielfachung der einnehmbaren Perspektiven. Dies scheint mir ein Grundprinzip der geistigen Entwicklung zu sein.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Literatur: Robert Kegan, Entwicklungsstufen des Selbst (1994)
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116677.jpeg" length="101539" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 21 Apr 2020 11:08:55 GMT</pubDate>
      <author>183:821721036 (Christophe Witz)</author>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/eine-frage-der-moral</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116677.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116677.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Offene Nachsorgegruppe</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/offene-nachsorgegruppe</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Nach dem Studium habe ich einige Jahre in Bayern gelebt und dort in der Psychosomatischen Familienklinik Heiligenfeld in Waldmünchen gearbeitet. Ich habe zeitgleich meine Ausbildung zum Systemischen Therapeuten begonnen und regelmäßig, d.h. Drei Mal in der Woche, Gruppentherapien mitgemacht, zuerst als Co-Therapeut, dann mit zunehmender Erfahrung auch in der Gruppenleitung und mit jüngeren Kollegen in der Co-Rolle. Die Zeit in Waldmünchen hat mich sehr geprägt in meiner Arbeitsweise, und auch persönlich bin ich gewachsen seither, hat man mir rückgemeldet.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Zehn Jahre später bin ich wieder ins heimatliche Karlsruhe in Baden zurückgekehrt und habe den Weg in die Selbstständigkeit begonnen. Ich biete schon seit einigen Jahren Nachsorgegruppen an für ehemalige Patienten der Heiligenfeld Kliniken, einfach weil ich das Konzept kenne und schätze und mich mit den Heiligenfeldern verbunden fühlte. Die Nachfrage hat aber nachgelassen, und ich habe festgestellt dass es auch Bedarf nach Gruppentherapie bei den Klienten meiner eigenen Praxis gibt, die ich im bisherigen Setting nicht unterbringen konnte.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Aus diesem Grund habe ich beschlossen eine Offene Nachsorgegruppe ins Leben zu rufen mit einer veränderten Zielgruppe, unabhängig von Klinik-Vorerfahrung und etwas flexibler im Konzept.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Für wen ist die Offene Nachsorgegruppe geeignet?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Für jeder der schonmal Selbsterfahrung und/ oder Psychotherapie gemacht hat, die Bereitschaft mitbringt in ehrlicher Weise über sich selbst und seine Themen zu sprechen sowie sich verpflichtet in vertrauensvoller Weise die Schweigepflicht der Gruppe einzuhalten. Jeder der schon mal bei mir eine Beratung oder Therapie gemacht hat ist automatisch eingeladen, auch ehemalige Patienten von Kolleginnen und Kollegen von mir sind willkommen. Im Zweifel kontaktier mich und wir führen ein Gespräch in dem wir einschätzen ob eine Gruppe etwas sein könnte von dem Du profitieren könntest.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was bringt so eine Gruppe?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Der beste an so einer Gruppe ist, dass sich der Therapeut nicht die ganze Zeit auf eine Person konzentriert :-) Stattdessen ist ein wichtiger Teil das Feedback der anderen Teilnehmer, die sich erstaunlich oft in Themen des Mensch-Seins auskennen und möglicherweise bereits ähnliche Erfahrungen im Leben gemacht haben. Erstaunlicherweise ist es manchmal einfacher, Ratschläge und Tipps von Gleichgesinnten auf Augenhöhe anzunehmen als von der Autoritätsperson (sic) des Therapeuten. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wie läuft so eine Gruppe ab?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ich bereite eine Einstimmung vor, die vielleicht eine kurze Körperübung umfasst, oder ein Musikstück, oder ein Text. Danach bekommt jeder Teilnehmer die Gelegenheit, sich zu den Themen zu äußern über die man sich äußern möchte. Die Themen reichen von beruflichen Dingen, Ärger mit der Verwandtschaft, Ängste und Sorgen um die Zukunft, Rückfälle in alte Verhaltensweisen, bis zu Mitteilungen über Fortschritte und andere Frohe Botschaften. Die Grenze was du erzählen magst und was nicht liegt dabei bei dir. Wenn Alle dran waren arbeiten wir zu einzelnen Themen die sich ergeben haben, dabei greife ich zurück auf Feedbacks durch die Gruppenteilnehmer, Ressourcenübungen, Timelines, Aufstellungen, Fragetechniken und was mir sonst noch so einfällt.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Oft machen wir Ende noch eine gemeinsame Übung unabhängig von Einzelthemen, beispielsweise eine Meditation mit oder ohne Musik, oder eine Fantasiereise zur Entspannung und zum Stressabbau.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Das Ganze ist angelehnt an eine Gruppentherapie im Kliniksetting, eine Teilnahme an der Gruppe ersetzt aber keine Psychotherapie sondern ist eher im Anschluß oder begleitend gedacht. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wann und Wo finden die Termine statt? Was kostet die Teilnahme?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Normalerweise treffen wir uns Samstags von 14 bis 16 Uhr oder 16.30 Uhr. Treffpunkt ist meine Praxis „Wandelplatz“ in der Kriegsstr. 216 in Karlsruhe. Die nächsten Termine findest Du auf meiner Webseite oder auf Facebook, eine Anmeldung wird gewünscht (damit ich planen kann). Die Teilnahmegebühr beträgt 25,- Euro. Für Rückfragen stehe ich zur Verfügung.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Herzlich,
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Euer Christophe Witz
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/111513-1920w-1698x1131.jpeg" length="156507" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 17 Jan 2020 10:10:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/offene-nachsorgegruppe</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/111513-1920w-1698x1131.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/111513-1920w-1698x1131.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Entwicklung des Mentalisierens</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/entwicklung-des-mentalisierens</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Entwicklung des Mentalisierens in den ersten fünf Lebensjahren
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Mentalisierung entwickelt sich dann, wenn zwischen dem Säugling und der Bezugsperson ein intersubjektiver Prozess gemeinsamer Erfahrung stattfindet.Die Bindungsdyade bildet den Ausgangspunkt und den interpersonellen Rahmen zum Erlernen und Verfeinern des mentalistischen Zugriffs auf die soziale Umwelt.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           1.) Geburt bis neunter Monat: physisch und sozial
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Bereits Säuglinge sind in der Lage komplexe Kontingenzen zu erfassen: gemeint sind Zusammenhänge, Bedingtheiten und Ähnlichkeiten zwischen Reizereignissen. Diese sind entweder Folgen der eigenen Motorik (perfekte Kontingenz) oder stammen aus anderen Quellen (unvollkommene Kontingenz). In den ersten drei Lebensmonaten favorisieren Säugling perfekte Kontingenzen, also selbst erzeugte Vorgänge, ab dem vierten Monat interessieren sie sich auch für von anderen erzeugte Vorgänge (unvollkommene Kontingenz). Diese Fähigkeit ist angeboren.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Man geht davon aus dass Säuglinge bereits in den ersten Lebensmonaten in der Lage sind zu erkennen , dass das eigene Selbst eine physische Entität darstellt, die kausal Veränderungen der angrenzenden Umwelt herbeiführen kann. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Zur Affektregulation ist er/sie jedoch von der primären Bezugsperson abhängig. Nach Fonagy (2002) können Säuglinge zwar Basisemotionen zeigen und erleben, dies ist aber prozedurales, implizites Wissen und kann vom Säugling selbst nicht differenziert werden. Dafür ist die Beobachtung der Affektausdrücke anderer Menschen nötig, sowie die Verknüpfung des Affekts mit der jeweiligen Situation und der Verhaltensweise die den Affekt begleitet.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Die soziale Biofeedback-Theorie von Gergely und Watson (1996) stellt eine Verbindung her zwischen den angeborenen Kontingenzfähigkeiten des Säuglings mit spezifischen Affektregulationserfahrungen durch die Co-Regulation der frühen Bezugsperson. Zusammen ermöglicht dies dem Säugling den Aufbau sekundärer Kontrollstrukturen für primäre Selbstzustände. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Säuglinge erleben primäre, körpernahe und affektive Zustände, die sie weder verstehen noch regulieren können. Er/sie kann aber seine primären Selbstzustände (Affekte) in angeborenen Verhaltensweisen ausdrücken. Dies löst bei Bezugspersonen eine Resonanz aus, so dass der Affekt des Säuglings von der Bindungsperson aufgenommen, mentalisiert und gespiegelt werden kann. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Affektspiegelung dient einerseits der Regulierung der inneren Zustände des Säuglings, anderereits ist sie die Grundlage des Aufbaus der sekundären Repräsentanzen der primären Zustände. Der Säugling lernt seine Gefühle verstehen durch die Verknüpfung und Internalisierung der Beobachtung von Affektausdrücken Anderer mit dem jeweiligen Kontext und den eigenen inneren Zuständen. Die „automatischen“ Primäremotionen werden so mit sekundären Kontrollstrukturen verbunden die im Laufe der Entwicklung die Sensibilisierung, Identifizierung, Repräsentanz und somit Kontrolle über die eigenen inneren Zustände ermöglichen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           2.) Neun Monate bis zwei Jahre: Teleologisch
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ab neun Monaten sind Säuglinge in der Lage ihr Selbst und ihre soziale Umwelt in einer neuen Qualität zu erfassen: (Neunmonatsrevolution, Tomasello: 1999) Neue Verhaltensweisen umfasssen: gemeinsame Aufmerksamkeit wie Blickverfolgung, soziale Rückversicherung, nachahmendes Lernen und imperative und deklarative Gesten. Außerdem: zielgerichtete, koordinierte Mittel-Zweck-Verhaltensweisen, sowie Interpretation von zielorientiertem rationalem Verhalten Anderer. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Teleologischer Standpunkt: „Naive Theorie Rationalen Handelns“ der auf Menschen und unbelebte Objekte angewendet wird. Säugling = teleologischer Akteur. Noch kein Verständnis von intentionalen mentalen Zuständen, lediglich Repräsentation eines zielgerichteten Verhaltens des Gegenübers. Repräsentanzen sind prä-symbolisch und entsprechen eher mentalen Modellen zur Vorhersage von Verhaltensweisen. Eine rationale Beziehung zwischen Aktion, Zielzustand und Realität wird hergestellt, die auf mentale Interpretation innerer Zustände verzichtet. Dieser Mechanismus versagt erst bei imaginären (fiktiven oder kontrafaktischen) Realitäten,
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           3.) Drei bis vier Jahre: intentional
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Im Laufe des zweiten Lebensjahrs entwickelt sich das „Als-Ob“ Spiel. Dieser Modus (so tun als ob) eröffnet dem Kind einzigartige Zugänge zu Prozessen und Informationen, die vorher nicht zugänglich waren. Voraussetzung: symbolischer Repräsentation von Gegenständen, Handlungen und Ereignissen. Außerdem verlangt eine „Als-Ob“ Handlung eine explizite Markierung, um sich von einer realistischen Handlung zu unterscheiden. Da die sekundären Repräsentanzen bereits verfügbar sind, ist es dem Kind partiell möglich, Repräsentationen von der Realität abzukoppeln. Damit wird es möglich auch Gefühle und Gedanken von ihrem Referenten zu lösen und „spielerisch“ zu verwenden. Dies eröffnet einen innerpsychischen Raum der als Mentalisierungsvorläufer gelten kann.   
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ab zwei Jahre kann das Selbst des Kleinkindes als „intentionaler Akteur“ bezeichnet werden. Als solches kann das Kind Verhalten vorhersagen da es über die Fähigkeit verfügt, innere mentale Zustände zu repräsentieren. Der Übergang zum intentionalen Weltbild findet von 3 bis 5 Jahren statt. In diesem Alter beginnen Kinder anderen Menschen vorausgehende Intentionen wie Wünsche oder Gefühle zuzuschreiben. Sie sind in der Lage, intentionale mentale Zustände sowie mentale Verursachung zu repräsentieren. Zusätzlich können sie anderen Personen subjektive Zustände zuschreiben, die sich von den eigenen Unterscheiden. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Dennoch dominiert im Erleben des 2-5 jährigen Kleinkinds häufig noch der Modus der Psychischen Äquivalenz: Eigene Gedanken werden als real, wahrhaftig und denen anderer identisch betrachtet, da Gedanken Kopien der Realität darstellen. Eigene Wünsche und Gedanken können noch nicht repräsentional betrachtet werden sondern nur als Teil der physikalischen Realität. Das Erleben des Kindes ist zwar realitätsorientiert, aber konkretistisch: es werden direkte Verbindungen zwischen Personen und Objekten angenommen, ohne eine innere Repräsentation („Wunsch“) zu postulieren. Somit hat auch Sprache noch keinen symbolischen Charakter. Ohne die Fähigkeit zur Mentalisierung haben innerpsychische Phänomene (Fantasien usw.) eine der äußeren Realität vergleichbare Qualität und somit einen direkten, nicht veränderbaren und übermächtigen Einfluss auf das Kind und die Anderen, was bei negativen Inhalten Ängste auslösen kann. 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Das kindliche Spiel ist in diesem Altern zentral für die Entwicklung des Denkens, der emotionalen Erfahrung sowie der Integration der dualen Denk-Modi. Dem Kind ist klar dass ein Gegenstand etwas anderes repräsentieren kann (Banane = Telefon). Es hat aber noch keine Symbole für innerpsychische Befindlichkeiten im Sinne von metakognitivem Wissen oder Repräsentanzen zweiter Ordnung, die den repräsentationalen Charakter seiner mentalen Welt widerspiegeln. Es kann passieren dass während des Spiels der „Als ob“ Modus kippt in den Modus der Psychischen Äquivalenz, was starke negative Affekte mit sich bringen kann.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           4.) Fünf Jahre: mentalisierend
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Integration der beiden Modi „Als-Ob“ und „Psychische Äquivalenz“. Das Selbst als repräsentationaler oder mentalisierender Akteur. Das Kind kann seine eigenen und fremden Überzeugungen als Repräsentationen verstehen, das heißt es weiß das Überzeugungen falsch sein können da sie nur Repräsentationen der Realität sind. Der Modus des Mentalisierens ist damit zugänglich. Das Abkoppeln der Vorstellungen von der Wirklichkeit beruht auf der Erfahrung der Reflexion eigener psychischer Zustände durch die Bezugsperson. Diese zeigt dem Kind eine alternative Sichtweise, die sich eben nicht in dessen Vorstellung befindet.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Das Kind kann nun mentaliseren und verschiedene Perspektiven in Bezug auf menschliches Verhalten einnehmen. Kinder verstehen zuerst dass Menschen unterschiedliche Gefühle haben können, und danach andere mentale Zustände wie Überzeugungen usw. usf.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Literatur: 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Svenja Taubner, Mentalisieren über die Lebensspanne (2018) 
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           in: Handbuch mentalisierungsbasierte Pädagogik, Gingelmaier, Taubner &amp;amp; Ramberg (Hrsg.)
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/112085-1920w-1698x1131.jpeg" length="164271" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 25 Nov 2019 10:09:03 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/entwicklung-des-mentalisierens</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/112085-1920w-1698x1131.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/112085-1920w-1698x1131.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Ritzen für Anfänger</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/ritzen-fuer-anfaenger</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Und was man stattdessen machen kann
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Im Bereich der Jugendhilfe ist das Phänomen des Ritzens recht bekannt, und manchmal gefürchtet.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ich möchte einige Erfahrungen mit dem Thema hier beschreiben und einige Möglichkeiten des Umgangs damit vorstellen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wenn man Jugendliche fragt warum sie sich Ritzen, erfährt man dass sie einen unerträglichen Druck in ihrem Inneren spüren der sich nicht auflösen lässt und der durch den Vorgang des Ritzens und Blutens gemindert wird. In anderen Worten, das Ritzen ist ein Versuch der Stressregulation durch Selbstverletzung (Mechanisch ausgedrückt: Ritzen als Überdruckventil).
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Dies funktioniert in der Regel recht schnell, aber nicht sehr nachhaltig, denn schon nach ein paar Stunden kann sich der Druck wieder aufgebaut haben, weshalb man in der psychologischen Beratung und Therapie versucht, alternative Möglichkeiten zur Regulation des inneren Drucks zu finden und anzubieten.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Diese Alternativen sind als „Skills“ bekannt geworden und stammen ursprünglich aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) nach Marsha Linehan, sind aber heute recht weit verbreitet. Eva Möhler und Andrea Dixius haben Anpassungen speziell für Jugendliche vorgenommen (siehe START Programm, www.startyourway.de) .
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Bei akutem Hochstress helfen vor allem Kältereize und intensive Bewegung/ Sport.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           z.B. Kaltes Wasser ins Gesicht, Hände unter fließendes kaltes Wasser halten, Eiswürfel lutschen, Eiswürfel auf der Haut spüren. Oder Klimmzüge, SitUps, Liegestütze machen bis die Intensität der Körperwahrnehmung ausreicht um „sich zu spüren“ und eine Regulationserfahrung zu machen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Im Bereich von mittlerem Stress wird empfohlen die einzelnen Sinneskanäle anzusprechen:
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Visuell: Schöne Bilder, Fotos, Postkarten betrachten. In die Natur gehen und sich umschauen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Akustisch: Lieblingsmusik hören, Hörbuch, Telefonieren mit Lieblingsmensch.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Geruch: verschiedene Duftöle, Ammoniak (Vorsicht!), frisch gewaschene Wäsche
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Geschmack: Saure Drops, Brausepulver direkt auf die Zunge, Chilischoten, Schokolade
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Kinästhetisch: Gummibänder am Handgelenk zwirbeln, Bälle zum Drücken und an die Wand werfen
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Natürlich kann man seine Eltern und Erzieher besser schockieren mit Ritzwunden und blutigen Verbänden. Aber für viele betroffene Jugendliche stellen die genannten Skills eine realistische Alternative dar. Schlussendlich geht es für Jugendliche auch immer darum, sich nicht nur über Verhalten sondern auch über Worte auszudrücken zu lernen. Die genannten Skills können einen wichtigen Zwischenschritt darstellen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/125933-1920w-1920x1280.jpeg" length="638705" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 28 Aug 2019 09:06:29 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/ritzen-fuer-anfaenger</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/125933-1920w-1920x1280.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/125933-1920w-1920x1280.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Familien stellen</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/familien-stellen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Häufig gestellt Fragen und deren Antwort
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Was genau ist eine systemische Familienaufstellung?
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Die systemische Familienaufstellung ist eine Methode der Familientherapie wie sie in den 70er Jahren von Virginia Satir entwickelt wurde. Dabei werden familiäre Beziehungen mit Stellvertretern räumlich dargestellt, um die Gefühle, Bindungen und möglicherweise Verstrickungen spürbar und sichtbar werden zu lassen. Es ist vor allem eine Methode der Informationsgewinnung um komplexe Systeme wie Familien besser zu verstehen und aus diesem Verständnis heraus Veränderungen anzuregen. Aufstellungen können mit Spielfiguren und leeren Stühlen gemacht werden aber am wirkungsvollsten sind Aufstellungen in Gruppen, in denen Menschen die einzelnen Rollen stellvertretend übernehmen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was passiert da genau? Wie funktioniert das?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Die Stellvertreter berichten von ihren Wahrnehmung und Impulsen die sie in der Rolle spüren. Häufig sind dies Bewegungsimpulse hin zu oder weg von anderen Stellvertetern. Auch die Standfestigkeit (Wie sicher stehe ich da, fühle ich mich unterstützt?) ist oft ein wichtiges Kriterium. Je feiner der Stellvertreter in seiner Wahrnehmung geübt ist, desto mehr Informationen können abgerufen werden. Diese Informationen sind oft erstaunlich zutreffend.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wie genau diese stellvertretende Wahrnehmung funktioniert, ist nicht vollständig geklärt. Ob es sich um ein „wissendes Feld“ handelt, oder um das „familiäre Unbewußte“ oder ein Resonanzphänomen, spielt letztlich keine große Rolle. Tatsache ist das es funktioniert und im Rahmen der Methode gewinnbringend angewandt werden kann.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ich habe von Hellinger gehört. Was hat es damit auf sich?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           In den 90er Jahren war der Begriff der Familienaufstellung vor allem mit der Person Bert Hellinger verbunden, der in großen Arenen spektakuläre Vorführungen darbot. Da Hellinger einige Fehlbehandlungen nachgewiesen wurden und er sich in eine esoterische Richtung entwickelt hat, grenzt sich der Dachverband der systemischen Familientherapeuten (DGSF) von der Person Hellinger ab. Auch ich gehöre der DGSF an und teile diese Auffassung. Ebenfalls betrachte ich die Ethik Richtlinien der DGSF als bindend, diese können hier nachgelesen werden.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wann ist so eine Aufstellung sinnvoll?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Bei einem akuten Konflikt ist eine Aufstellung nicht sinnvoll, dann wäre eher Mediation angebracht. Aber bei verhärtetem Streit, Kontakt- und Beziehungsabbrüchen und abgetrennten Familienzweigen ist eine Aufstellung eine gute Methode um ein Gefühl dafür zu bekommen was „hinter der Mauer“ vor sich geht. Auch bei unbekannten Familienmitgliedern kann die Aufstellung hilfreiche Informationen liefern, ebenso bei wiederkehrenden Partnerschaftsproblemen, Eltern-Kind Konflikten, sowie Geschwisterstreit.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Genauso sinnvoll ist eine Aufstellung um die familiären Ressourcen optimal zu nutzen. Die Suche nach dem „guten Platz“ in der Familie macht die bereits vorhandene Unterstützung deutlich und hilft dabei diese anzunehmen und wertzuschätzen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Mit welcher Wirkung ist zu rechnen?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Rechnen Sie mit Überraschungen! Mit Wundern eher nicht. Eine gelungene Aufstellung wirkt noch Tage und Wochen nach und stößt kleine aber entscheidende Entwicklungen an. Ich biete ein Nachsorge-Telefonat an, falls sich in der Folge der Aufstellungen neue Schwierigkeiten ergeben sollten, ich rechne aber nicht damit. Wie schon weiter oben erwähnt, geht es mir nicht um eine Schockwirkung oder dramatische Enthüllungen, sondern um das Anstoßen von Entwicklungen deren Zeit gekommen ist. Dass dabei Gefühle bei Stellvertretern und Aufstellern auftreten ist natürlich nicht ausgeschlossen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ich möchte die Methode der Aufstellung in der Praxis erleben. Wie kann ich mitmachen?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Kontaktieren Sie mich über meine Homepage oder per E-Mail . Daraufhin sende ich Ihnen weitere Informationen zu wie sie sich auf die Aufstellung vorbereiten und ein Genogramm ihrer Familie erstellen können. Im Preis für eine Aufstellung enthalten ist ein Vorbereitungsgespräch, die eigentliche Aufstellung sowie ein Telefonat zur Nachsorge.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wenn Sie kein eigenes Anliegen haben, aber die Methode kennen lernen möchten, sind Sie ebenfalls herzlich willkommen. Dies erfordert nur eine kleine Teilnahmegebühr und die Verpflichtung zur Beachtung der Schweigepflicht.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/7093-1920w-1280x853.jpeg" length="64531" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 26 Apr 2019 09:02:58 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/familien-stellen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/7093-1920w-1280x853.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/7093-1920w-1280x853.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Hunde und Katzen</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/hunde-und-katzen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine tiergestützte Psychologie der Familie
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Es gibt eine Richtung der Familientherapie in der Strukturen, Regeln und Hierarchien eine besondere Rolle spielen, es handelt sich um die sogenannte Strukturelle Familientherapie.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Diese Schule und sein Hauptvertreter Salvador Minuchin legen besonderen Wert darauf dass die Hierarchien in einer Familie, z.B. die Generationsgrenze zwischen Eltern und Kindern, klar und deutlich bleiben, da mit dem Verschwimmen dieser Grenze verschiedene ungesunde Entwicklungen in Verbindung gebracht werden, bis hin zu psychischen Störungen die in der Folge bei einem Familienmitglied, dem „Indexpatienten“ auftreten könne.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Diese Wichtigkeit von Regeln und Hierarchien hat mich lange Zeit beschäftigt, und während mir diese Wichtigkeit total einleuchtet, habe ich mich oft gefragt wieviel Regeln und Strukturen eine Familie wirklich braucht, und welche Formen diese Regeln annehmen können. Denn eines ist klar: Familientherapie ist keine konservative Operation, um die patriarchale Familie der 50er Jahre wiederherzustellen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Also habe ich mich nach verschiedenen Arten und Weisen umgeschaut, wie man mit Regeln konstruktiv umgehen könnte, und bin auf die besten Freunde des Menschen, unsere Haustiere gestoßen: Hunde und Katzen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wie gehen Hunde mit Regeln um? In Familien mit Hunden als Haustiere gibt es klare Regeln die den Hund betreffen, was ist erlaubt, was nicht? Daran halten sich alle Familienmitglieder, falls nicht ist es am Verhalten des Hundes schnell abzulesen. Hunden geht es am besten wenn sie ihren Platz in der Familienhierarchie kennen und wichtige Regelfragen eindeutig geklärt sind. Die Familie wird vom Hund als Rudel betrachtet, mit einem Herrchen oder Frauchen und einer Rangfolge, in die der Hund sich einordnet. Kinder und Jugendliche werden als mehr oder weniger Gleichrangige angesehen, Ex-Partner, Postboten und Gäste werden misstrauisch beknurrt. Im besten Fall entsteht eine Ordnung und Regelstruktur in der für alle Mitglieder Platz ist, in der Sicherheit und Vorhersehbarkeit herrschen und für alle gesorgt ist.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wie gehen Katzen mit Regeln um? In Familien mit Katzen gibt es auch Regeln, die aber etwas subtiler sind. Grundlegende Vereinbarungen, wie Stubenreinheit, werden zwar eingehalten. Dies geschieht aber eher aus Freundschaft und aus freien Stücken. Die Frage der Hierarchie ist für Katzen auch eindeutig geklärt: sie ordnen sich selbstverständlich ganz oben ein, beehren uns mit ihrer Anwesenheit und erlauben es auserwählten Menschen, die niedere Tätigkeit des Fütterns und Streichelns auszuüben. Dafür wird die Wohnung mit der grazilen Anwesenheit einer Katze gesegnet. Immer mal wieder gibt es Streit um Regeln oder Missverständnisse mit Gastgeschenken (nicht jeder Mensch kann mit einem halbtoten Beutetier im Schlafzimmer etwas anfangen). Aber insgesamt wird dies in Kauf genommen, um die Vorteile des gegenseitigen Arrangements weiter aufrechtzuerhalten. Katzen beschenken uns mit einer eigenen Meinung und einer eigenen Perspektive auf Dinge, die oft überraschend ist.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was hat das alles noch mit Familien und Familientherapie zu tun?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ich bin nicht ganz sicher, bin aber froh meine Gedanken aufgeschrieben zu haben.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Vielleicht geht es darum die Perspektiven von Hunden und Katzen auf Familien und ihre Strukturen wahrzunehmen und sich davon inspirieren zu lassen. Manche Menschen sehnen sich nach der geordneten Sicherheit einer Hundefamilie, manche bevorzugen das freiheitliche Regime und die sanfte Anarchie einer Katzenfamilie. Die Familie der Zukunft (die möglicherweise eine zusammengesetzte „Patchwork“ Familie ist) steht vor der Herausforderung, Hunde- und Katzen-Affinitäten in ein und derselben Familie zu vereinen. Wenn dieser Blog ein paar Gedanken in diese Richtung anstoßen konnte, wäre ich zufrieden.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/120464-1920w-1427x1345.jpeg" length="200607" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 25 Feb 2019 10:00:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/hunde-und-katzen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/120464-1920w-1427x1345.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/120464-1920w-1427x1345.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der innere sichere Ort</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/der-innere-sichere-ort</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Eine Anleitung
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Eigentlich ein Standard aus der Traumatherapie, hat sich der innere sichere Ort als gängige Methode der Selbststeuerung etabliert. Die meisten Menschen mit denen ich arbeite haben schon davon gehört oder besitzen bereits Erfahrungen mit der Methode. Im folgenden beschreibe ich einige Aspekte die ich gern in meiner Arbeit verwende und die sich in der praktischen Anwendung bewährt haben. Somit ist dieser Text ein guter Startpunkt für Menschen, denen es bisher noch nicht gelungen ist, ihre ganz eigenen sicheren Ort zu kreieren.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           „An welchem Ort hast Du dich zum letzten Mal richtig gut gefühlt?“
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Mit dieser Frage konfrontiert, fängt man an nachzudenken wo das gewesen sein könnte. Im letzten Urlaub? Bei einem Ausflug ins Grüne? Auf einem Aussichtspunkt in den Bergen?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Bei Menschen die gerne in Urlaub fahren finden sich hier schnell Anschlusspunkte. Am häufigsten sind hier Orte am Meer oder in den Bergen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Es dürfen aber ausdrücklich auch Orte gewählt werden die nur in der Vorstellung existieren. Beliebt als Ausgangspunkt ist auch eine grüne Blumenwiese im Wald, oder eine Waldlichtung mit Baumhaus, oder eine Höhle mit Ausblick, oder oder oder. Das Kriterium ist: Löst der Gedanke an diesen Ort ein gutes Gefühl aus, welches mit Sicherheit, Entspannung und Erholung verknüpft ist?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Manchmal ist es aber auch anders herum: Zuerst ist da dieses Gefühl von Sicherheit im Körper, und erst wenn man dieses gut spürt, kann man ein Bild dazu entwickeln was hilft den inneren Ort zu stabilisieren. In diesem Fall ist es gut, das Körpergefühl zu lokalisieren: wo ist es am besten spürbar? Im Bauch? In den Armen? Im Brust/Herz Bereich? Wenn die Lokalisierung steht, kann man dem Gefühl eine „Farbe“ geben, das hilft es zu verankern. Von dort ausgehend kann man (auch in mehreren Sitzungen/ Versuchen) das Gefühl zu einem sicheren Ort erweitern, der zum Gefühl und zur Farbe passt.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wenn es an dieser Stelle nicht klappt eine passende Vorstellung zu entwickeln, hat es oft mit unbewußtem Leistungsdruck zu tun (siehe unten). Hier hilft Druck rauszunehmen, es „muss“ nicht auf Anhieb klappen, einfach auf das gute Körpergefühl konzentrieren, und der nächste Schritt taucht dann schon auf, wenn es soweit ist. Ein passender Satz könnte lauten: „Ich brauche nicht zu tun, ich brauche nichts zu verstehen, von ganz alleine wird ein passendes Bild auftauchen“.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Um den sicheren Ort zu erweitern und zu verstärken, bieten sich folgende Fragen an:
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was ist dort zu sehen? Gibt es einen Ausblick/ Fernblick? Welche Farben sind vorherrschend?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Welche Geräusche sind zu hören? Wirken diese Geräusche vertraut und beruhigend?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was ist zu spüren? Der Wind in den Haaren? Die Sonne auf der Haut?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wie offen/ geschlossen ist der Ort? Ist es im Freien oder gibt eine Möglichkeit, unterzuschlupfen?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Weiterhin dürfen (es ist ja eine Vorstellung) sämtliche Gegenstände die nützlich sein könnten, am sicheren Ort auftauchen. Sessel, Kuscheldecken und -kissen, warmer Tees und Kaffees, ein Fotoalbum mit schönen Erinnerungen, das Lieblingsstofftier und so weiter und so fort. Alles was hilft die Qualität des schönen, sicheren Gefühls zu unterstützen ist willkommen. Eine phantasievolle Ansammlung der Gemütlichkeit.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Im nächsten Schritt können dann auch innere Helfer installiert werden, aber das würde ich in der ersten Sitzung noch nicht machen, da es schnell zuviel werden kann. Der sichere Ort funktioniert ja gerade nicht nach dem Leistungsprinzip, und sollte nicht so schnell wie möglich so toll wie möglich ausgebaut werden. Darum geht es nicht, sondern es geht um den punktuellen Ausstieg aus dem Hamsterrad unserer Leistungsgesellschaft. Es geht darum, für 20 Minuten aus dem Alltag auszusteigen und an die eigenen inneren Ressourcen der Glückseligkeit anzuknüpfen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Abschließend wird der sichere Ort verankert, das kann durch ein Fingersignal geschehen (Daumen und Zeigefinger berühren sich an den Fingerspitzen) oder durch ein anderes Körpersignal. Dies hilft den Ort und die damit verbundenen Assoziationen gezielt abrufen und nutzen zu können.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Voilà! Der innere sichere Ort ist bereit zum Einsatz und Ausgangspunkt für weitere Exkursionen in die eigene Innenwelt. Dazu später mehr.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/122712-1920w-1698x1131.jpeg" length="230750" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 03 Dec 2018 09:57:34 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/der-innere-sichere-ort</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/122712-1920w-1698x1131.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/122712-1920w-1698x1131.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mein Problem mit der Bindung</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/bindung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Ich halte die Bindungstheorie für eines der wichtigsten Instrumente zum Verstehen von menschlichem Verhalten. Sie ist ausgezeichnet durch Forschungsdaten belegt, hat große praktische Relevanz für die Behandlung von psychischen Problemen (z.B. Traumata) und ihre Wirkung reicht weit hinein in die Psychologie, Pädagogik, Soziologie und Verhaltensbiologie und ist prägend für viele Weltbilder, die Sinn und Zusammenhang vermitteln.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Trotzdem hatte ich immer auch ein Problem mit der Bindungstheorie. Ich möchte im folgenden darüber nachdenken, woran das liegen könnte und was ich bräuchte, um dieses Unbehagen zum Schweigen zu bringen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           John Bowlby war ursprünglich Psychoanalytiker und entwickelte an der Tavistock Klinik seine Theorie. Bei der Veröffentlichung kam es zum Streit mit der Psychoanalytischen Vereinigung, dennoch blieb er in Kontakt und war sogar lange Zeit stellvertretender Präsident des Vereins. Die Fähigkeit, Konflikte auszuhalten und dennoch in Kontakt zu bleiben, hat Bowlby offensichtlich beherrscht und damit seine Theorie auch gelebt. Dafür hat er meinen Respekt.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Auch Mary Ainsworth, Bowlbys Forschungspartnerin und Schülerin, hat viel zur Bindungstheorie beigetragen, indem sie das Forschungsparadigma der „Fremde Situation“ entwickelte und eine gewaltige Menge von Forschungsdaten erfasste, sogar in fremden Kulturen wie etwa in Afrika. Damit setzte Sie auch den Grundstein für die kulturübergreifende Gültigkeit der Bindungstheorie: Obwohl es zum Teil große kulturelle Unterschiede im Umgang von Müttern und Kindern gibt, sind die Merkmale der sicheren Bindung überall die selben, ebenso wie die Merkmale der unsicheren und gescheiterten Bindung (Die Statistiken unterscheiden sich leicht, so gibt es in kollektiven Kulturen wie Japan etwa keinen vermeidenden Bindungsstil, sondern fast ausschließlich sichere und unsicher-ängstlich gebundene Menschen).
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wo liegt also mein Problem mit der Bindung? Das Problem beginnt dort, wo in aktuellen Lehrbüchern zur Bindungstheorie der sichere Bindungsstil als alleiniger Heilsweg propagiert wird. Der größte Schutz vor psychischen Krankheiten? Die sichere Bindung. Der beste Prädiktor für ein gelingendes Leben, eine gelingende Ehe, eine gelingende Karriere? Sichere Bindung.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Gleichzeitig wird kein Weg aufgezeigt, wie man dorthin gelangen kann. Der Bindungsstil wird als früh festgelegte Gehirnstruktur beschrieben, die im Wesentlichen unverändert bleibt und nur sehr schwer nachträglich verändert werden kann. Es werden Programme unterstützt, die die frühe Entwicklung fördern sollen, aber für Erwachsene Menschen ist der Zug im Prinzip abgefahren.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Damit ist der Grund für mein Bauchweh mit der Bindungstheorie gut auf den Punkt gebracht.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Was bräuchte ich, um mein Unbehagen zu lindern? Ich werde andeuten, in welche Richtung es gehen könnte.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ich habe 2017 an der Internationalen Bindungskonferenz in Ulm, Gastgeber Dr. Karl-Heinz Brisch, teilgenommen. Dort habe ich einen Vortrag gehört von Frau Dr. Michal Paz Shimony, eine Psychologin aus Israel, zum Thema: „Bindungstheorie und Gruppenprozesse: Der Zusammenhang zwischen Bindungsstil und gruppenbezogenen Repräsentationen, Zielen, Erinnerungen und Funktionen“ Ich möchte hier nicht zu fachlich werden aber die wichtigsten Punkte herausgreifen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Frau Dr. Shimony forschte in Kampftruppen der israelischen Armee über den Einfluss des Bindungsstils auf die Leistungsfähigkeit von Gruppen, und den Einfluss des Vorgesetzten auf den Gruppenprozess: „Entsprechend meines Modells verändern wiederholte Interaktionen mit ansprechenden und unterstützenden Führungskräften und kohäsiven Gruppen vorteilhaft die Bindungsmuster einer Person und deren psychologische Funktionsfähigkeit.“
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Sie fand heraus, dass eine „gemischte“ Zusammensetzung der Truppe die besten Leistungswerte und die beste Zufriedenheit mit der Gruppe erbrachte. „Gemischt“ heißt in diesem Zusammenhang dass Soldaten mit sicherem Bindungsstil, mit unsicher-vermeidendem Bindungsstil sowie mit unsicher-ängstlichem Bindungsstil Teil der Truppe waren. Es stellte sich heraus, dass die Soldaten ihre Unterschiede schätzen lernten und sich gegenseitig den Rücken freihielten, um die Gruppenleistung zu maximieren.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           An dieser Stelle des Vortrags machte Frau Dr. Shimony (die übrigens hochschwanger war, als sie den Vortrag hielt) ein Beispiel, um die Unterschiede deutlich zu machen. Nach der Katastrophe des 11. September 2001 („Nine-Eleven“) wurden mit Überlebenden, die die einstürzenden Hochhäuser rechtzeitig verlassen hatten, Interviews geführt. Daher weiß man, dass unsicher-ängstliche Menschen die Ersten waren die spürten das etwas nicht stimmte, und das Hochhaus schnell verließen. Umgekehrt waren unsicher-vermeidende Menschen die ersten die ihre Handlungsfähigkeit wieder erlangten und z.B. Hilfe leisteten oder Verletze in den Trümmern suchten. Diese Menschen scheinen in unklaren Situationen autonom und schnell handeln zu können (um den Preis der Gefühlsunterdrückung und inneren Anspannung).
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Mit anderen Worten, in Extremsituationen scheint es ein evolutionärer Vorteil zu sein, KEINE sichere Bindung zu haben. Möglicherweise macht es Sinn, dass in der Gesellschaft 50% sichere Bindung, 25% vermeidene und 15% ängstliche Bindung auftreten. Vielleicht ist es für die Menschheit insgesamt sinnvoll, alle jeweiligen Vor- und Nachteile zur Verfügung zu haben und gegenseitig davon zu profitieren. Das ist eine fundamental andere Sichtweise als „Wir müssen alle Menschen auf sichere Bindung trimmen“ wie sie aktuelle Lehrbücher vertreten.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Zumindest kann man sagen, dass Teams am besten funktionieren wenn es Ihnen gelingt, ihre Unterschiede (auch im Sinne des Diversity Managements) zu würdigen und zu integrieren. Voraussetzung ist eine fähige, ansprechbare Führungskraft und ein gelingender gruppendynamischer Lernprozess.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wenn diese Perspektive der Integration von Unterschieden gelingt und ein Abweichen von der „Norm“ der sicheren Bindung nicht mehr pathologisiert, sondern wertschätzend Umgedeutet (Re-Framed) wird, dann werden sicherlich meine Bauchschmerzen im Zusammenhang mit der Bindungstheorie verschwinden. Auf diesen Tagen freue ich mich, schon jetzt.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/116851-1920w-1698x1131.jpeg" length="71975" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Wed, 31 Oct 2018 09:55:14 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/bindung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/116851-1920w-1698x1131.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/import/clib/christophe-witz_de/dms3rep/multi/116851-1920w-1698x1131.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Kommentar zum Film "Elternschule"</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/elternschule</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Gestern habe ich die Doku „Elternschule“ im lokalen Kino gesehen. Ich war auf den Film neugierig geworden nachdem eine gewisse Aufregung im Netz über den Trailer zum Film aufgetaucht war. Der Film solle verboten werden, hieß es, hier würden Kinder gequält und misshandelt. Reine Kinderseelen würden verbogen und verdorben von Ärzten und Psychologen.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Schon aus beruflichem Interesse musste ich mir das also ansehen. Es stimmt, einige Szenen von schreienden Kindern und verzweifelten Eltern waren schwer zu ertragen und haben mich nicht ungerührt gelassen. Aber von Quälerei kann keine Rede sein.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Der Film zeigt exemplarisch einige Verläufe von Eltern und Kindern die sich mit schwerwiegenden, chronischen Problemen an die Kinderklinik in Gelsenkirchen wenden und dort eine spezialisierte stationäre Behandlung erfahren. Es handelt sich um Kinder mit sehr wählerischem Essverhalten, mit Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen, mit über vierzehn (!) „Schreistunden“ täglich.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Der Psychologe Dietmar Langer erklärt im Film ausführlich das Konzept der Klinik und die Dynamik der Machtkämpfe zwischen Eltern und Kindern. Der Film begleitet die Eltern und Kinder über den Verlauf des Aufenthalts, zeigt Krisen und Durchbrüche, bis hin zur Besserung der Symptome und der Entlassung aus der Klinik. Jeder Therapieschritt wird im Seminarraum der „Elternschule“ vorher gut erklärt und verständlich gemacht.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Zunächst finde ich es bemerkenswert, dass ein Dokumentarfilm über Psychologische (Psychosomatische) Themen soviel Aufmerksamkeit bekommt und ein (überschaubares) Publikum findet. Über Ärzte und Krankenhäuser gibt es ganze Staffeln von Serien, über Psychologen und Therapeuten gab es bislang wenige Film- und Fernsehproduktionen die realistisch den Berufsalltag abbilden. Insofern ist die Doku in meinen Augen ein Glücksfall. Dass der Film als solcher so gut funktioniert, hat meiner Meinung nach auch mit der (zwar als ganzheitlich angepriesenen) jedoch stark verhaltenstherapeutischen Ausrichtung der Klinik Gelsenkirchen zu tun. Diese hat den Vorteil, die Privatsphäre der Eltern und Familien wenigstens einigermaßen zu schützen, da die Erklärungen des Psychologen Dietmar Langer auf einem eher technischen, allgemeinen Niveau bleiben. Es gibt dort kein Konzept vom „Inneren Kind“. Die Eltern werden weder beschuldigt noch beschämt, sondern es wird konstruktiv mit ihnen an der Besserung der Symptomatik gearbeitet. Und das obwohl der Film auch die Besprechungen des Pflege- und Therapeutenteams im Besprechungszimmer zeigt (ein weiterer „Glückstreffer“ des Films der Transparenz schafft und Mythen abbaut).
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Respekt vor dem Mut der Eltern und Therapeuten, sich in so verletzlichen Situationen zu zeigen. Gerade die Pflegerinnen und Therapeuten sind durchaus in schwierigen Situationen zu sehen die nicht unbedingt perfekt ablaufen. Es ist eindeutig dass auch das Pflege- und Therapeutenteam an seine Grenzen kommt im Machtkampf mit den chronifizierten Symptomen der gezeigten Kinder.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Dennoch geben sie nicht auf und bestehen darauf, dass sie als Erwachsene Vorbildfunktion haben und die Führung behalten. Mit Erfolg (in vielen Fällen). Sie sind „gut genug“ im Sinne der Bindungstheorie und damit auch Vorbild für die gezeigten Eltern.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Warum gab es also eine derartige Aufregung um diesen Film?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Ich sehe den Hauptgrund im Konflikt zwischen folgenden scheinbar widersprüchlichen Perspektiven:
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Die erste Perspektive ist die der romantischen Verklärung der Kindheit. Aus Erwachsenensicht ist Kindheit im Rückblick ein paradiesischer Zustand, der droht verloren zu gehen und der bewahrt und geschützt werden muss. Die Kindheit ist eine Zeit, in der „noch alles gut war“ und die man gegen die Tendenzen unserer Epoche (Technisierung, Entfremdung, Vereinsamung) verteidigen muss. Kinder müssen vor allem Unbill und Übergriffen geschützt werden. Außerdem soll jeder Erwachsene sein „Inneres Kind“ wieder finden, mithilfe von Bestsellerbüchern und Seminaren.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Die zweite Perspektive ist die des Psychologen Dietmar Langer im Film: Kinder sind ab dem Alter von zwei Jahren in der Lage, Wutanfälle und Weinattacken strategisch einzusetzen um Eltern zu manipulieren ihre Wünsche zu erfüllen. Dies ist zum einen genetisch bedingt: Kinder müssen und mussten in der Lage sein, emotionale Reaktionen in ihren Bezugspersonen hervorzurufen, um sie dazu zu bringen sich um sie zu kümmern, sie zu versorgen usw; da sie selbst (noch) nicht dazu in der Lage waren und sind. Kinder sind also grundsätzlich (ab einem gewissen Alter) fähig, zu lügen und zu betrügen, alles für ihre eigenen Zwecke. Das Kind als das egoistischste aller Lebewesen, „Ich will meinen Willen durchsetzen, alles andere und ihr allen anderen seid mir egal“. Das Kind als Satansbraten, gekommen um zu bleiben.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Die Kollision dieser Standpunkte erklärt für mich die Aufregung über den Film „Elternschule“. Ich behaupte dass Viele Kritiker des Films die real gezeigten Kinder mit ihrer Vorstellung von Kindheit verwechseln oder überfrachten und die zweite Perspektive zu wenig beachten. Es sind immer nur Erwachsene die Kindheit als Paradies bezeichnen, von Kindern habe ich das noch nicht gehört. Kinder denken über so etwas nicht nach. Einige möchten sogar lieber schnell „groß“ und Erwachsen werden, um endlich machen zu können was sie wollen. Um ganz deutlich zu werden: Die „Reine Kinderseele“ ist eine Erfindung von klugen Geschäftsleuten, um besser Babynahrung oder Feuchtigkeitscreme verkaufen zu können.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           So weit so polemisch. Nichtsdestotrotz täte es meine Meinung nach gut, das Konzept der Klinik Gelsenkirchen auch vor dem Hintergrund anderer gut erforschter Therapieschulen, wie etwa der Bindungstherapie, zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen. Ich wäre nicht überrascht wenn in ein, zwei wesentlichen Punkten noch ernstzunehmendes Diskussionspotential entstehen würde. Das wäre toll, am besten konstruktiv, im Rahmen des wissenschaftlichem Diskurses, belegt mit empirischem Material und im Bestreben, bestehende Strategien zur Heilung von Kindern, Eltern und Familien noch weiter zu verbessern.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           "Shantih Shantih shanti"
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           T.S. Eliot, Letzte Zeile des Gedichts 'The Wasteland'
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116787.jpeg" length="190553" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 19 Oct 2018 08:49:48 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/elternschule</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116787.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/md/and1/dms3rep/multi/116787.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wieviel Verantwortung (ver)trägt mein Kind</title>
      <link>https://www.christophe-witz.de/parentifizierung</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Parentifizierung und Rollenumkehr in der Familie
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;font&gt;&#xD;
    
          Unser Wissen um Ursachen und Schutzfaktoren von psychosomatischen Erkrankungen wie Burnout, Depression und Angststörungen ist mittlerweile sehr ausgereift. Wir verfügen über gute Möglichkeiten der psychotherapeutischen Behandlung und Prävention. Wir wissen, dass diese psychischen Erkrankungen Symptome von erhöhter Stressbelastung im Alltag darstellen und dass immer mehr Menschen aller Bevölkerungsschichten davon betroffen sind.
         &#xD;
  &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Aber wie wirkt sich eine psychische Erkrankung auf die Familie der Betroffenen aus? Was bedeutet sie für den Ehepartner? Welche Auswirkungen hat sie auf die Kinder?
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Eine Familie hat typischerweise eine innere Balance, die durch die oft krisenhafte Erkrankung eines Mitglieds durcheinandergebracht wird. Ist das erkrankte Familienmitglied ein Elternteil, ruft dies sehr häufig typische Symptome und ausgleichende Verhaltensweisen von Kindern hervorrufen. In der Regel sind Kinder nur zu bereit sind, sich dem erkrankten Elternteil tröstend zuzuwenden. Sie wollen etwas von der liebevollen Aufmerksamkeit zurückschenken, welche sie im Normalfall zu empfangen gewohnt sind. Dies ist zunächst auch nicht weiter problematisch. Eine schöne Geste der engen Verbundenheit zwischen Kind und Eltern, könnte man denken.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Problematisch wird es aber, wenn dieser Zustand der Umkehrung des Gewohnten über eine längere Zeit anhält und beginnt, zur Dauereinrichtung zu werden. Wenn dann noch gewisse Risikofaktoren (Trennung/Scheidung, Alkohol, Verlust des Arbeitsplatzes) hinzukommen, besteht die Gefahr der Chronifizierung. Man spricht dann vom "parentifizierten" Kind, also von der Rollenumkehr zwischen Eltern und Kind. Im Extremfall findet sich das Kind in der Lage wieder, sich um den elterlichen Haushalt (kochen, putzen usw.) sowie um den emotionalen Zustand des erkrankten Elternteils sorgen zu müssen. Langfristig führt dies dazu, dass eigene Bedürfnisse vernachlässigt werden. Solche Kinder wirken sehr ernsthaft, wie kleine Erwachsene. Verloren gehen die typischen Merkmale der Kindheit, das Unbeschwerte, Spielerische, Verträumt-Fantasievolle. Solche Kinder haben ein erhöhtes Risiko, im Erwachsenenalter selbst Burnout oder Depression zu entwickeln.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           In solchen Fällen ist es notwendig, daß die verfügbaren erwachsenen Personen wieder die Verantwortung übernehmen und die Kinder entlasten. Eine hilfreiche Botschaft könnte sein:
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           "Wir, Deine Eltern und Erwachsenen Bezugspersonen, übernehmen die Verantwortung für die Probleme der Erwachsenen. Du brauchst das nicht mehr zu tun. Vielen Dank für alles was du getan hast, aber Du kannst hier nicht genug ausrichten. Das ist eine Überforderung für Kinder in Deinem Alter. Wir werden das Problem lösen und uns Unterstützung und Hilfe bei anderen Erwachsenen (Ärzten, Therapeuten) suchen, falls nötig."
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Je früher diese Entlastung gelingt, desto besser. Ansonsten besteht die Gefahr dass die Rollenumkehr internalisiert und bis ins Erwachsenenalter hinein getragen wird.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Wenn diese Entlastung durch die oben genannte Botschaft gelingt, gibt es typischerweise ein Aufatmen bei den Betroffenen. Die aufgestaute Trauer und Wut kann sich Bahn brechen und in heißen Tränen äußern, die idealerweise durch eine Umarmung durch den Elternteil beantwortet werden.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;font&gt;&#xD;
      
           Eine solche Parentifizierung kann in leichten Fällen in ambulanter Therapie behandelt werden. In chronifizierten, schwereren Fällen, gibt es spezialisierte Kliniken, die die Problematik in vier bis sechs Wochen gut behandeln können.
          &#xD;
    &lt;/font&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/dms3rep/multi/28056107_1932532976789375_1796060441673865517_n.jpg" length="209380" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 05 Oct 2018 08:44:23 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.christophe-witz.de/parentifizierung</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/dms3rep/multi/28056107_1932532976789375_1796060441673865517_n.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/1c46d32023a7429bb28ec43a4e73a829/dms3rep/multi/28056107_1932532976789375_1796060441673865517_n.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
  </channel>
</rss>
